Wenn man die Namen Schiaparelli, Nicaron oder Adlerflug hört, klingelt direkt etwas in den Ohren. Das sind drei Derbysieger aus der jüngeren Vergangenheit. Sie alle haben vor dem Sieg im Blauen Band in Hannover Station gemacht und dort das Derby Trial gewonnen. In den letzten beiden Jahren siegten Shimrano und Boscaccio, die im Derby selbst als Favorit an den Start gegangen sind. Das in diesem Jahr als Großer Preis der Hannoverschen Volksbank – Derby Trial gelaufene Rennen hat es also in sich und ist ein mehr als ernst zu nehmender Test für das Derby selbst (Zum Langzeitmarkt).
Da heißt es am Pfingstmontag „Augen auf“, wenn sich die Boxen zu dem über 2200 Meter führenden und mit 25.000 Euro dotierten Rennen öffnen. Alle sieben Teilnehmer des Rennens haben in der Tat auch noch eine Startberechtigung für das Derby am ersten Juli-Sonntag in Hamburg, das ist in den so genannten Derby-Tests nicht die Regel, aber hier trifft es zu: es geht für alle um die Qualifikation für das wichtigste Rennen des Jahres. Und das verleiht dem Rennen auch seinen Reiz.
Dass zwei Pferde in recht exponierter Rolle da stehen, ist durch die Vorleistungen bedingt. Gestüt Röttgens Windstoß und Stall Ullmanns Sargas bringen die beste Form mit und teilen sich die Favoritenstellung im Derby Trial. Windstoß ist mit bereits fünf Starts zugleich der routinierteste Teilnehmer im Rennen, Sargas war bis dato einmal draußen. Am 9. April hat Windstoß in Düsseldorf Nerud geschlagen, war seitdem nicht mehr draußen. Bei Sargas ist die Pause seit dem 25. April etwas kürzer. Bei Windstoß gibt es in Richtung Deutsches Derby vorerst keine weiteren Nennungen, das Rennen in Hannover wird ihm also den finalen Derby-Schliff bringen. Mit einer aktuellen Handicapmarke von 91 Kilo muss man sich um eine Startberechtigung auch keine Sorgen machen.













