Auf dem Papier schien das Hauptrennen am Hoppegartener Premieren-Samstag ein Zwei-Pferde-Rennen zu werden: Konqueror (18:10) oder Picador (38:10), das war die Frage. Doch es kam in diesem Ausgleich II über 1600 Meter wieder einmal ganz anders. Denn keines der beiden gemeinten Pferde schaffte es in die Wette. Während Picador bis in die Gerade hinein die Spitze hatte, dann aber früh aus der Entscheidung verschwand, zeigte Torsten Mundry einen Ritt, den er sicher schnellstmöglich aus seinem Gedächtnis streichen möchte.
Auf einem bestechend an vierter Stelle gehenden Konqueror fuhr er sich gleich mehrfach rettungslos fest. Keinerlei Durchkommen war für den Rau-Schützling, der sich nie entfalten konnte und schließlich nur auf Rang vier einkam.
Mit gewaltigem Speed schnappte schließlich Stall Nizzas Esparanto noch zu. Der zum Kurs von 71:10 angetretene Silvano-Sohn, der dreijährig schon seine Klasse angedeutet hatte, flog auf vergleichsweise kurzer Distanz förmlich durch das Feld und kam noch hauchdünn gegen die beiden Außenseiter Spy Glass und Abrafax hin.
Der Stall Nizza, Trainer Horst Steinmetz (Foto) und Jockey Andreas Helfenbein kamen zu ihrem zweiten Erfolg an diesem Nachmittag.
Die Bedingungen konnten nicht besser sein. Die Sonne strahlte vom Berliner Himmel. Pünktlich zum ‚Neustart‘ unter der Regie von Gerhard Schöningh herrschten optimale Wetterverhältnisse auf der Parkbahn. Zum ersten Sieger des Nachmittages avancierte Omando aus dem kleinen Bad Harzburger Stall von Besizertrainer Fritz Kulbe.
Andreas Helfenbein (16. Saisonsieg, 1259. Karrieretreffer) verwandelte auf der 60:10-Chance sicher den Kistenritt für Wladimir Panov vor dem lange führenden Argar und dem Favoriten Emporioso.
Das nächste Handicap über 1800 Meter endete in einem dramatischen Finish, als sich Vera Henkenjohanns Twinky (74:10, Rene Piechulek) vor dem Riesenaußenseiter Kiaro sowie dem Favoriten Ahab durchsetzte.
Und der bei Christian von der Recke beschäftigte Piechulek bewies auch in der Wettchance des Tages seine Finishkraft. Auf dem von Martin Rölke in Hoppegarten trainierten Ruby express (73:10)wartete er erst im Vordertreffen den Gang der Dinge ab, um dann den Piloten East Tiger und Ainstein black sowie den favorisierten Fahr Royal auf die Plätze zu verweisen.
Miss Anita musste vom Start verwiesen werden. Die Dreierwette zahlte stolze 38.714:10. Gar nicht erst getroffen wurde die Viererwette.
Nach drei Treffern auf Sand stand der von Andreas Wöhler vorbereitete Lasse (14:10) unter Jozef Bojko in einem Sieglosenrennen auf Gras natürlich verlockend in der Partie. Entsprechend souverän gestaltete der Wallach seinen Auftritt.
Jozef Bojko sicherte sich mit dem 115:10-Außenseiter Assahab(Trainer ist Uwe Stech in Hoppegarten) auch noch die Abschlussprüfung gegen den heißen Favoriten Ardbeg und machte damit ein Doppel perfekt.










