Das Ehepaar Verschueren aus Belgien zählt seit vielen Jahren zu den Stammgästen auf den deutschen Allwetterbahnen. Am Sonntag in neuss hatte Annie Verschueren wieder einmal den siebenjährigen Wallach Reonka gesattelt. Und nach einer perfekten Einteilung von Nachwuchschampion Fabian Xaver Weißmeier gab es im Ausgleich III über 1100 Meter kein Verlieren.
Bei einer Quote von 100:10 hatte man Reonka sträflich unterschätzt. Sehr sicher ließ der Außenseiter im Einlauf den sehr zuverlässig gewordenen Night Shuffle ins Leere laufen, während der Favorit Cheeky Jack nach kaum optimalem Start zu spät richtig ins Rollen kam und Dritter wurde. ‚1500 Meter sind besser für ihn. Die Marke war ja auch nicht niedrig‘, signalisierte Mario Hofer.
Nichts wurde es aus einem Hattrick von Roque, der diesmal gar nicht erst an die Spitze kam und mit der Entscheidung nichts bzu tun hatte. ‚Er kam mit dem Sand hier nicht zurecht und war nie vorne‘, erklärte Reiner Werning.
Sehr souverän wehrte im achten Lauf zum Fährhof Nachwuchs-Cup Marvin Suerland auf dem von seinem Vater trainierten Quiet Storm (44:10) alle Attacken von Tanimara ab, während der Favorit Cool Mountain alle Chancen bei einem miserablen Start ließ.
Mit fliegenden Fahnen ist Steffi Hofer (Foto) in diese Saison gestartet. Ihr sechster Jahrestreffer war eine ganz enge Sache. Denn auf dem von Ilja Borka vorbereiteten Bassow, der sich in Altersgewichtsrennen wieder eine günstige Marke geholt hatte, musste sie im Ausgleich IV nicht nur hart kämpfen, um Prato hauchdünn abzuwehren. Es galt auch, eine Überprüfung zu überstehen. Beides gelang, das 39:10-Gamble war gelandet.
In einem Rennen der Importpferde (drei machten die Entscheidung unter sich aus) verhalf Andreas Helfenbein dem von Mario Hofer in England erworbenen Spiffing (58:10) zu einem sicheren Treffer vor Racing Times und Sky Masterson.
Aus einem kleinen Formtief befreien konnte sich der von Christian Sprengel trainierte Philosoph. In einem 1900 Meter-Ausgleich III kam er unter Maria Papke als 60:10-Chance spät, aber noch rechtzeitig, um Fifty und Wagner zu verdrängen.
Bestens in Schwung hat der Dortmunder Reiner Werning seine Pferde. Mit der 48:10-Mitfavoritin Sabia (im Sattel saß seine jüngste Tochter Clarissa Christina) wanderte die Wettchance des Tages auf sein Konto. Hinter ihr, Vagabondo und Borgo trieb die Außenseigterin Nighty die Viererwette auf die lukrative Quote von 62.696:10. Nach neun Prüfungen belief sich der Wettumsatz auf 185.049 Euro.












