Einen Favoritensturz gab es am Badener Donnerstag gleich zu Anfang, denn die Ex-Derby-Hoffnung Daressalam bezog beim Comeback nach fast einjähriger Pause eine glatte Niederlage. Verantwortlich dafür zeichnete der in Hochform agierende Lokalmatador Wellinas, der von Dominique Boeuf ein Rennen nach Maß serviert bekam.
„Eigentlich wollte ich gegen diese Gegner gar nicht laufen, aber Herr Banzhaf vom Internationalen Club hat mich dazu überredet. Ich hoffe nur, dass der Handicapper uns nicht zu hart bestraft“, erklärte Siegtrainer Werner Hefter.
Unterwegs hatte stets Sangui das Kommando vor Daressalam, der im Einlauf früh zum Angriff schritt, sich aber nie recht lösen konnte. Und auf dem letzten Stück kam Wellinas außen so richtig in Fahrt und bekam den Favoriten noch sicher in den Griff. „Das war schon gut, wir werden in ähnlichen Aufgaben weitermachen“, sagte Waldemar Hickst über den Röttgener, der eine Fissur auskuriert hatte. Sangui hielt an der Spitze lange stand.
Zum ersten Doppelsieger des Meetings avancierte Nadine Verheyens Merignac, der sich einen Ausgleich III über 1400 Meter unter Andrasch Starke mehr als sicher schnappte.
Ein Nachspiel hatte der Einlauf in der Wettchance des Tages, als der Sieger Noble War (Andrasch Starke) wegen Behinderung an dem viertplatzierten Benedetto auf Rang vier zurückgestuft wurde. So kam Bernd Schmahls Zamina (125:10, Timo Degel) zu einem unblutigen Erfolg gegen Andine. Die Virerwette wurde nicht getroffen, so das 16.048 Euro demnächst in einem Jackpot gehen.
Trotz dreier Vorjahressiege scheint der Lando-Sohn Kimbar immer noch nciht erfasst. Denn unter Jozef Bojko schaffte der 92:10-Außenseiter gegen Ameela und Zolango einen weiteren Treffer, diesmal im Badener Ausgleich II über 2400 Meter. Die Außenspur erwies als Siegesspur.
Torsten Mundry bleibt seiner Form treu. Der Neucoach stellte mi dem Ittlinger Hilfiger (Andrasch Starke, 29:10) im 2000 Meter-Ausgleich III einen weiteren Sieger.
Sieben Jahre alt, doch erst den fünften Start absolviert – die Rede ist von dem Schlenderhaner Obelisk. Immer wieder muss der Wallach Pausen einlegen, doch auch der fünfte Coup des Chester House-Sohnes aus dem Stall von Jens Hirschberger unter Adrie de Vries war in einem 5000 Euro-Rennen über 2200 Meter gegen Sacota und Tamas eine imponierende Angelegenheit.
Das bedeutendste Hürdenrennen des Jahres, der Bäder-Preis (12.000 Euro, Listenrennen, 4150 Meter) wurde zu einer Demonstration des von Elfi Schnakenberg trainierten und von ihrem Sohn Oliver gerittenen Halbblüter Barry Hirsch (41:10), der für Besitzerin Maria Klein Start-Ziel mit riesigem Vorsprung nach Hause kam. Our First Chesnut und Priory Bay eroberten die ebsten Platzgelder, während der Schwede Lavirdan als 16:10-Favorit völlig ausspannte und schließlich sogar angehalten wurde.
Damit gab es ein kleines Trotzpflaster für Oliver Schnakenberg, denn in Straßburg hatte er am selben Nachmittag Taxus geritten, der nach einem Beinbruch nicht mehr zu retten war.
Die Feiertags-Umsätze waren einmal mehr katastrophal. In Iffezheim kam man bei zumeist kleinen Starterfeldern und wenig optimalem Wetter auf 636.337 Euro, das sind im Schnitt pro Rennen 24 Prozent wneiger als die 842.035 Euro im Vorjahr. In Dortmund bilanzierte man am ganzen Tag gerade einmal 144.873 Euro.










