Das aktuelle möglicherweise beste Pferd Hong Kong gegen eine der Top-Stuten der Welt. Zu diesem packenden Duell kommt es am Sonntagmorgen deutscher Sommerzeit auf dem Sha Tin-Kurs in Hong Kong im Audemars Piguet Queen Elizabeth II Cup. Viva Pataca trifft auf Ouija Board (Foto). Beim Kampf um 14 Millionen HK-Dollar (ca. 1,5 Millionen Euro) gehen 13 Kandidaten auf der 2000-Meter-Strecke an den Start.
Den nicht zum Einsatz kommenden Vorjahressieger Vengeance Of Rain vertritt Viva Pataca wohl mehr als würdig. „Er ist unser bestes Pferd hier“, sagt Jockey Gerald Mosse, der seinen in Europa engagierten Landsmann Christophe Soumillon vertritt, über den Schützling von John Moore. Offenbar kann er den Startschuss für den QE Cup gar nicht erwarten, nachdem Viva Pataca das Mercedes Benz- Hong Kong Derby vor einem Monat an sich brachte.
„Er gab mir ein sehr gutes Gefühl bei der Arbeit am Samstag. Ich weiß jetzt, wie leicht er das Derby gewonnen hat. Er lernt schnell weiter dazu. Man weiß noch gar nicht, was er genau kann“, schwärmt Mosse, dessen zweite Heimat Hong Kong schon seit Jahren ist, von Viva Pataca, der unter dem Namen Comic Strip für Sir Mark Prescott angetreten war. Seit seinem HK-Debut am 1. Januar entschied er drei Rennen für sich.
Von Ouija Boards Qualitäten konnte man sich bereits in der Hong Kong Vase überzeugen. Jetzt möchte sich die von Ed Dunlop trainierte ehemalige Breeders´ Cup-Siegerin für ihre etwas enttäuschende Vorstellung in Dubai entschädigen und einen weiteren Top-Treffer in Asien landen. Von dem kleinen Dämpfer, Platz vier im Dubai Sheema Classic, lässt sich ihr Team bei der Rückkehr auf die kürzere Distanz nicht beeindrucken, da damals die Pace nicht schnell genug für die Ausnahmestute gewesen sein soll. Kein Geringerer als Lanfranco Dettori wird die Lady steuern.
„Sie hat schon letzte Woche in Newmarket mit Frankie Dettori gearbeitet, scheint in guter Verfassung. Ideal wäre ein schnelles Rennen, aber sollte es dies nicht geben, wird Frankie die Situation schon meistern“, ist das Team um Trainer Ed Dunlop zuversichtlich. Trotz warmer Temperaturen bei Sonnenschein in Hong Kong machte Ouija Board einen sehr gelassenen Eindruck vor Ort.
Interessante Konkurrenten für die Favoriten des Rennens sind die beiden Südafrikaner Falstaff und Irridescence, beide in Training bei Mike de Kock und beide aus Dubai eingeflogen. Vor allem Irridescence wusste in der Arbeit zu gefallen. „So sind sie immer im Training“, erläuterte Mike de Kock. „Irridescence arbeitet immer gut, während Falstaff seine Kräfte für das Rennen aufspart. Das war auch in Dubai der Fall.“
England wird neben Ouija Board noch durch den aus der Zucht des Gestüts Karlshof stammenden Norse Dancer (Trainer David Elsworth) vertreten, der wieder auf seine beste Strecke zurückkehrt. Aus Frankreich kommt der von Carlos Laffon-Paris trainierte Laverock, für den man sich ein wenig Regen wünscht. Im Oktober sicherte er sich mit dem Prix Andre Baboin ein Gruppe III-Rennen in Lyon.
Im achtköpfigen HK-Lot besitzt zweifellos Viva Pataca die meisten Chancen, doch sind auch die anderen Kandidaten nicht aus der Welt. Bullish Luck gilt als Top-Meiler.
Die weiteren Hoffnungen: Super Kid (Sieger im Hong Kong Gold Cup, Gr. 1), Best Gift (Dritter zu Ouija Board in der HK Vase und Zweiter im Stewards Cup, Bowman´s Crossing (Dritter im HK Gold Cup), der Vorjahresdritte und Stewards Cup-Sieger Russian Pearl, der nachträglich ins Feld gekommene River Dancer (sorgte als Sieger 2004 hier für eine Sensation) und Green Treasure, Zweiter in der HSBC Premier Plate und das am stärksten verbesserte HK-Pferd des vergangenen Jahres.










