Tatsache ist, dass das Oppenheim-Union-Rennen am Sonntag in Köln der wichtigste Test im Vorfeld des wichtigsten Rennen des Jahres ist. Das war er und das ist er auch in diesem Jahr, egal, was vorher war oder vielleicht noch geschehen mag. Wer die „Union“ gewinnt, der ist auch im Derby einer der ganz heißen Favoriten, wenn nicht sogar der Favorit.
Noch hat sich im Jahrgang keine Nummer eins heraus kristallisiert. Kein Pferd, das man jetzt schon bedingungslos für das Derby wetten könnte. Deshalb wird die diesjährige Austragung des 100.000-Euro-Rennens mit besonderem Interesse verfolgt und auch die großen Ställe, die teilweise für Hamburg mehrere Eisen im Feuer haben, werden aus dem Ausgang des Rennens ihre Lehren ziehen.
Etwa der Stall von Jens Hirschberger in Bergheim. Der scheint Richtung Derby bestens aufgestellt zu sein. Persian Storm und Adlerflug haben Pfingstmontag nahezu zeitgleich ihre Generalprobe sehr erfolgreich absolviert. Und da ist nun Sommersturm (Foto), der in den letzten Wochen große Fortschritte gemacht hat. Eine weitere Steigerung wird Sonntag verlangt, sie ist nicht unmöglich.
Andreas Wöhler hat eine ganze Armee von guten Dreijährigen, zwei laufen in Köln. Conillon ist die Wahl von Eduardo Pedroza. Der Fährhofer, dessen Zuchtstätte bis auf Quijanos tolle Dubai-Wochen dieses Jahr noch wenig Freude hatte, gewann in Dortmund gegen Antek eines der wichtigeren Derby-Trials.
Kaleo (Andreas Suborics)ist durch Hufprobleme empfindlich in der Vorbereitung auf Hamburg gestört worden, da könnte er das Rennen am Sonntag sogar noch benötigen. Nicht rund lief es bislang auch für Uwe Ostmann. Das Mehl-Mülhens-Rennen kann man für Global Dreanm komplett streichen, weil sich Andreas Boschert unmittelbar vor dem Start die Hand brach. Nun wurde Andreas Helfenbein engagiert.
Der beste dreijährige Hengst in Heumar ist dieses Jahr Antek – das hat Trainer Hans Blume oft genug betont und dass er zur Jahrgangsspitze zählt, das hat er auch in Dortmund schon bewiesen. Da könnten noch weitere Reserven möglich sein, Adrie de Vries reitet. Das gilt auch für den Ittlinger Axxos (Andrasch Starke), der seit Frankfurt pausiert hat, damals aber ungemein gefallen konnte.
Erfreulicherweise gibt es auch ein ausländisches Element, durch Wido Neuroths Appel Au Maitre (Fredrik Johansson). Der Starborough-Sohn hat sich in Deutschland bereits vorgestellt, hat in Frankfurt eine durchaus gute Partie abgeliefert.












