Im März 2006 hatte Andres Schütz (Foto) nach fünf Derbysiegen, dem Gewinn sämtlicher anderer wichtiger Rennen und vier Championaten Deutschland den Rücken gekehrt und in Hong Kong eine neue Herausforderung gesucht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich sein Quartier mittlerweile merklich gefüllt und der Trainer eine erste, durchaus bemerkenswerte Saison in der neuen Heimat absolviert.
Derzeit befindet sich der 39-jährige auf Heimaturlaub, weilte während des Derby-Meetings in Hamburg. Dort wurde er auch Augenzeuge des Triumphes von Adlerflug, den sein langjähriger Mitarbeiter Jens Hirschberger in seinem ersten Jahr verantwortlicher Trainer am Gestüt Schlenderhan in Bergheim als Derbysieger vom Geläuf abholte und es damit seinem früheren Arbeitgeber gleich tat, der 1998 in seinem ersten Trainerjahr mit Robertico gleich den Gewinner des „Blauen Bandes“ stellte.
Möglich machte den Deutschland-Aufenthalt die einmonatige Rennpause in Hong Kong, wo die Saison bekanntlich im September startet und im Juli des folgenden Jahres abgeschlossen wird.
Während bei den Jockeys in Hong Kong in der zu Ende gegangenen Saison alles beim Alten blieb, erschien mit Caspar Fownes ein neuer Name an der Spitze der Trainer. Früh an die Spitze gegangen, musste auch er zwischendurch einmal zittern, um seine Führung zu behalten. 61 Siege, verbunden mit einer Gewinnsumme von 58.279.325 KH-Dollar/ca. 6.334.720 Euro, verhalfen ihm zum Championat gegen den neun Zähler weniger aufweisenden Paul O‘ Sullivan, der seine zweite Saison in Hong Kong absolviert.
Sehr ordentlich verkaufte sich Andreas Schütz, der mit seinen Schützlingen bei 290 Starts 19 Siege, 30 zweite, 22 dritte, 16 vierte und 16 fünfte Plätze erzielte, was zu einer Gewinnsumme von 16.431.420 HK-Dollar/ca. 1.787.000 Euro führte.










