Fanelsa super, Champions Day und 306.000 Euro Umsatz!

‚Wenn mir bei unserem Pferdebestand jemand zu Jahresbeginn gesagt hätte, dass wir mit 37 Siegen Zehnter in der Statistik werden, hätte ich diesen für verrückt erklärt. Es ist umso schöner, dass es geklappt hat‘, freute sich Hubertus Fanelsa (Foto), dem an diesem Wochenende so gut wie alles gelang, nach dem Erfolg von Man Power im Rennen des Tages.

‚Er steht auf Sand günstiger als auf Gras, kann auch diesen Untergrund. Züchter ist Trabertrainer Peter Heitmann, er freut sich in Hamburg‘, erklärte der Bremer Coach. Jozef Bojko, ebenfalls zur Zeit in Überform, ritt erneut ein tolles Rennen, hatte mit der 81:10-Chance sofort einen Platz im Vordertreffen.

Trotz des erbitterten Widerstandes von Philander, der seine neue Marke vollauf bestätigte, war die Angelegenheit in der Distanz entschieden. Deutlich hinter den beiden Protagonisten entwickelte Night Song ebenso wie Western Heart noch stattliche Reserven und trieben die Viererwette auf stattliche 104.486:10. Für insgesamt drei Euro wurde diese getroffen.

66.761,10 Euro (davon 29.173 Euro in der Viererwette) bedeuteten im Rennen des Tages den höchsten Umsatz dieses Winters. Und auch in der Endabrechnung nach den neun Prüfungen durfte man sehr zufrieden sein. Mit 306.382,80 Euro wurde die Schallmauer von 300.000 Euro geknackt.

Unmittelbar anschließend präsentierten sich am Mikrofon von Daniel Delius die Champions der Saison 2006. Sascha Leisten für das Direktorium und Johann Matthias Freiherr von der Recke für den Amateurverband nahmen die Ehrungen vor. Der Absattelring war wie immer dicht umlagert. Zunächst wurde Trond Hansen als bester Neusser Coach ausgezeichnet. Carina Fey (33 Saisonsiege) war beste Auszubildende.

Kirsten Neumann avancierte wie 1997 zur Championesse der Amateurreiterinnen. Die Rechtsanwaltsgehilfin wird nach ihrer baldigen Hochzeit Kirsten Schmidt heißen. Ihr männliches Pendant war Oliver Schnakenberg, der seinen Titel verteidigen konnte.

Bei den Besitzertrainern triumphierte Frank Kurz aus Magdeburg, der mit fünf Pferden zwölf Rennen gewann. Andreas Suborics als Champion der Flachjockeys wurde am Telefon aus seinem Urlaubs-Ziel auf den Malediven zugeschaltet, genießt die Sonne bei 32 Grad. In Thailand weilt Flachtrainer-Titelträger Peter Schiergen, hatte seinen Futtermeister Peter Danner nach Neuss geschickt.

Vor Ort weilten dagegen die Hindernis-Champs Bernd Raber (Besitzer) und Christian von der Recke (Trainer), die beide den deutschen Sport im illegitimen Metier stark unterstützen. Helmac war ihr Aushängeschild.

Dirk Fuhrmann (Champion der Hindernisjockeys) konnte wegen Rittengagements in Italien nicht vor Ort sein. Bei den Züchtern und Besitzern auf der Flachen holte das Gestüt Auenquelle den Titel. Miteigner Karl-Dieter Ellerbracke freute sich bei der Ehrung über eine immens erfolgreiche Saison. Immerhin 31 Jahre nach dem ersten Auenqueller Sieger gab es das erste Championat bei den Besitzern.

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