Noch drei Monate sind es bis zum BMW Deutschen Derby in Hamburg. In dieser Zeit gilt es, die Fahrkarte für das wichtigste Rennen eines Dreijährigen zu erwerben. Und bei seinem Auftritt am Sonntag in München erwarb ein Kandidat nicht nur das Ticket, er imponierte auch auf der ganzen Linie:
Stall Helenas Elcanos setzte sich in der Maidenklasse unter Jean-Pierre Carvalho völlig souverän von der Konkurrenz (auf den Plätzen landeten Don Corleone und La Horquela) ab. Trotz enormer Unreife – er brach kurz weg – degradierte der Acatenango-Sohn aus dem Stall von Mario Hofer die Konkurrenten zu Statisten. Das riesige Vertrauen (Quote: 10:10) war gerechtfertigt.
Auch in Krefeld lagen die Wetter goldrichtig, als sie Margot Herberts Tiger Hill-Sohn El Paso favorisierten. Und die 22:10-Chance löste sich aus dem Vordertreffen ganz leicht, bescherte William Mongil und Trainer Peter Schiergen einen souveränen Treffer vor der Außenseiterin Waleria sowie Wiesenpfad, während der Co-Favorit Solitaire noch nicht weiterzog. ‚Wo wir weitermachen, weiß ich noch nicht‘, sagte Schiergen. Beide Pferde, sowohl Elcanos als auch El Paso wuchsen im Gestüt Etzean auf.
Erstaunlich viel Geld (101:10) gab es auf die Auenquellerin Auenprincess. Die von Uwe Ostmann vorbereitete Kornado-Tochter kam unter Stalljockey Andreas Boschert in einem offenbar stark besetzten Sieglosenrennen noch sicher gegen Aramina und die lange führende Rowana Jowe hin, die Favoritin Gardini kam nach kaum gelungenem Start nie besser in die Partie.
‚Der Jockey hat bei dem langsamen Tempo das Beste draus gemacht. Mal schauen, was der Handicapper nun sagt‘, erläuterte Siegtrainer Uwe Ostmann.











