Er ist einer der wenigen Chefs, die für ihr Unternehmen selbst Werbung machen: Albert Darboven (Foto), Kaffeekönig aus Hamburg und Eigner der Firma Idee, ist den deutschen Fernsehzuschauern seit Jahrzehnten bestens vertraut. Ebenfalls lange agiert er als Züchter und Besitzer im Turf ausgesprochen erfolgreich.
Sein aktuelles Aushängeschild heißt Mi Emma, die nicht nur als 1000 Guineas-Siegerin so ungemein imponierte, sondern auch zuletzt als Zweite in den Coronation Stakes in Royal Ascot beeindruckte.
In weitaus tieferer Klasse ist der ein Jahr ältere Major General beheimatet, doch kam er während der Derby-Woche in Hamburg zum verdienten zweiten Erfolg seiner Laufbahn.
„Wir werden es bald mit ihm auf der Hindernisbahn versuchen. Er hat einiges Talent”, verriet Hans-Jürgen Gröschel, der Trainer des Wallachs bereits in der Hansestadt. Und am Samstag macht der Hannoveraner Nägel mit Köpfen, schickt Rennstall Darbovens vierjährigen Soviet Star-Sohn in das Zauberberg-Rennen der Jürgen-Reichel GmbH nach Bad Harzburg.
Major General könnte einigen prominenten Hindernispferden in diesen Farben nacheifern. Pocci und Kifti sind die besten Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, die in diesem Metier zu echten Assen wurden. Am Jockey dürfte Major General kaum scheitern, denn in diesem Hürdennrennen sitzt Champion Dirk Fuhrmann im Sattel, für den die Meetings im Harz stets mit enormem Erfolg verbunden waren.
Aber leicht wird es dem Fuchs nicht gemacht. Das steht fest. Christian von der Recke schickt Armada (Jan Korpas) an den Start, der auf der Flachen sehr erfolgreich war, nun ebenfalls seinen Einstand über die Besen gibt.
Selten sind Auftritte von Pferden aus dem Stall von Peter Rau im Hindernissport, doch dürfte Solitaire (Roman Mackowiak) bestens vorbereitet antreten. Bislang war der Monsun-Sohn eine einzige Enttäuschung, konnte immer noch kein Rennen gewinnen. Auch die Kastration brachte da noch keine Verbesserung. Aber vielleicht ist Hubert Haslers Wallach ja gerade über Hürden besser motiviert.
Eigentlich sollte das traditionsreiche Alte Braunschweiger Jagdrennen im Mittelpunkt des Nachmittages stehen, doch war man mangels Resonanz zur Streichung gezwungen.
Die meisten der insgesamt acht Prüfungenhaben jedoch eine mehr als ordentliche Besetzung gefunden, die Felder sind vielfach größer als noch vor einem Jahr. Einmal treten die Dreijährigen in Aktion, erneut mit Schützlingen aus den Ställen von Peter Schiergen und Andreas Wöhler.
Die höchste Skala auf der Flachen besitzt der Preis der Öffentlichen Versicherung Braunschweig als Ausgleich III. Nach den acht normalen Prüfungen gibt es noch ein Bauernrennen (mit Wetten), das als Memorial für Besitzertrainer Heinrich Klein gelaufen wird.












