Gibt es im Sparkasse Holstein-Cup (Hamburger Flieger-Trophy) der Gruppe III über 1200 Meter auch in diesem Jahr wieder den „Donnerschlag“. Immerhin schickt Jean-Pierre Carvalho den gleichnamigen Vorjahressieger unter Marc Lerner erneut in die 1200 Meter-Prüfung, die am Dienstag in Hamburg ausgetragen wird. „Donnerschlag ist ein Pferd, dass wir in- und auswendig kennen, seine Stärken kann er ausspielen, wenn der Boden abgetrocknet ist. Wenn das der Fall ist, denke ich, dass er seinen Titel verteidigen kann“, so Carvalho. Favorisiert ist der Bahamian Bounty-Sohn des Gestüts Höny-Hof jedoch nicht.
Diese Stellung nimmt ein Gast aus Norwegen ein. Cathrine Erichsen schickt den zuletzt zweimal auf Listen-Parkett siegreichen Easy Road (Ken Stott) nach Horn, der es nun mit der deutschen Flieger-Elite (mit Ausnahme des besten deutschen Sprinters Shining Emerald) aufnehmen soll. Als einer der ersten Anwärter auf den Gruppe-Sieg muss man auch den Auenqueller Daring Match nennen, der sich zuletzt in der Silbernen Peitsche von Iffezheim als Zweiter hinter Shining Emerald prächtig präsentierte, der aber, und das weiß auch sein Betreuer, „sehr abhängig ist von seiner Tagesform.“ Natürlich wird Alexander Pietsch im Sattel sitzen. Der Co-Champion hat dieses Rennen noch nie gewinnen können. Zeit auch diesen „weißen Fleck“ in seiner Vita zu tilgen.
Anders die Situation von Adrie de Vries, der dieses Examen mit Lucky Strike (2004 und 2005) und Amarillo (2014) bereits dreimal gewinnen konnte. Am Dienstag wird er auf einem ganz interessanten Pferde sitzen. Toni Potters sattelt den für Edith Jörgensen vorbereiteten Forgino, den viertplatzierten aus der „Silver Whip“. Dieser Platz ist umso bemerkenswerter, da in Iffezheim alles, aber auch alles gegen den It’s Gino-Sohn lief. Beim Aufgalopp reiterlos geworden, dann auch noch schlecht abgesprungen. Mit einer starken Speed-Leistung schaffte er es dann noch in vordere Regionen. Forgino scheint eh ein Pferd für die ganz speziellen Geschichten zu sein. Unvergessen sein Kölner Listensieg mit gerissenem Zügel. Mehr zum Hamburger Dienstags-Renntag lesen Sie in der kommenden „Sport-Welt“, die am Samstag erscheint.












