Erfreulich: In Frankfurt sind wieder 90 Pferde in Training

Mit viel Optimismus, vielen neuen Ideen und einem finanziell abgesicherten Programm von acht Saisonrenntagen geht der neue Frankfurter Renn-Klub in seine erste Saison. Am 10. April öffnen sich in Niederrad wieder die Boxen. Zum Auftakt steht gleich ein Listenrennen über 1300 Meter um den Frühjahrspreis der Stadt Frankfurt im Mittelpunkt.

Schaut man in diesen Tagen auf das Bahngelände, gleicht alles einer riesigen Baustelle. An allen Ecken wird gewerkelt, um zum einen dem Publikum den bestmöglichen Komfort bieten zu können, zum andern – was manch einem sogar noch wichtiger erscheint, – um den sechs Trainern vor Ort beste Möglichkeiten bieten zu können.

Eine neue Sandbahn ist im Bau, die in der kommenden Woche fertiggestellt sein wird und damit den Trainern die Chance bietet, die Konditionsrückstände ihrer Schützlinge aufholen zu können.
Immerhin stehen in Niederrad wieder rund neunzig Pferde im Training, eine enorme Steigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr. Die meisten hat Jean-Pierre Carvalho mit 28 im Stall, davon alleine 22 dem Stall Lucky Owner gehörende.

Der dreijährige Lord of England-Sohn Sandrino könnte dabei zum Star avancieren. Er hat eine Nennung für eine wichtige Derby-Vorprüfung, den traditionsreichen Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler (Gruppe III, 55 000 Euro), am 1. Mai auf heimischer Bahn. Carvalho jedenfalls hat richtig Mumm auf den Hengst. Im vergangenen Jahr wurde der Frühjahrspreis eine Beute von Scalo, dem ‚Galopper des Jahres 2010‘.

Die weiteren Trainer sind die altbewährten Heinz Hesse (9 Pferde), Dave Richardson (13), Wilfried Kujath (14), Toni Potters (20) und Clemens Zeitz (6). Unter Führung von Präsidentin Christiane Weil-Daßbach hat sich im Programm einiges getan. So hat der Renn-Klub an den ersten drei Renntagen insgesamt acht Rennen für sieglose Dreijährige ausgeschrieben, dotiert mit jeweils 10.000 Euro, für diesen Zeitraum beispiellos für deutsche Veranstalter.

Außerdem findet in Niederrad zum ersten Mal ein BBAG-Auktionsrennen für Zweijährige statt, dotiert mit 52.000 Euro, massiv unterstützt von der Quotenhaus GmbH. Der letzte Saisonrenntag am 13. November sieht als Gipfel ein Gruppe-III-Rennen für Dreijährige und Ältere vor, zur Erinnerung an die legendären Brüder Arthur und Carl von Weinberg.

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