70 Millionen Yen hat er als Fohlen gekostet. Über 10.000 Kilometer ist er nach Europa geflogen. Und eine ganze Nation hat ihn am Sonntagnachmittag angefeuert. Doch am Ende reichte es nur zu Platz drei für Deep Impact.
Wieder wurde es nichts mit Japans erstem Sieg im Prix de l’Arc de Triomphe. Wie schon 1999 mit El Condor Pasa knapp vorbei am großen Coup. „Wir sind heute an zwei besseren Pferden gescheitert“, zeigte sich Trainer Yasuo Ikee nach dem Rennen sportlich.
‚Das Tempo war zunächst langsam, weswegen er ein wenig pullte. In Japan werden die Rennen viel schneller gelaufen, daher konnte er heute nicht seinen wahren Speed zeigen‘, gab Yutaka Take nach dem mit 2 Millionen Euro dotierten Rennen zu Protokoll.
„Heute hat David Goliath besiegt“, formulierte es Sieg-Jockey Stephan Pasquier. Der Franzose nach seinem zweiten Gruppe I-Triumph weiter: “Es tut mir leid für die Japaner. Er ist ein tolles Pferd und ich hoffe, dass er nächstes Jahr wieder kommt.“
Wird er! Bereits am Sonntagabend machte Ikee keinen Hehl daraus, auch in 2007 einen Angriff auf den Arc zu machen. Ikee: „Wir werden wiederkommen und versuchen, das Rennen nächstes Jahr mit ihm zu gewinnen“.
Der Triple Crown-Gewinner wird dann fünfjährig sein. Der letzte Fünfjährige, der den Arc gewann, war Marienbard. Dieser nahm damals im Übrigen den Großen Preis von Baden als Sprungbrett für den Sieg im Bois du Boulogne.
Wer weiß, vielleicht überlegt sich Ikee, im nächsten Jahr Deep Impact ein Vorbereitungsrennen in Europa zu geben. In Baden-Baden ist der japanische Volksheld sicher mehr als willkommen! Deep Impacts Familie kennt Deutschland bestens, gewann seine Mutter Wind In Her Hair bekanntlich 1995 den Aral-Pokal.












