Epiphaneia: Wer ist dieser Japan Cup-Sieger?

Was waren das immer für Wimpernschlage-Einläufe in den letzten Jahren in Tokio. Immer, wenn die Pferde auf den 2400 Meter-Zielpfosten des Japan Cup zustürmten, waren sie ganz eng beisammen. Nicht so in der 2014er-Auflage des Millionen-Rennens. Christophe Soumillon machte den Cup zu einer „One Man-Show“. Besser gesagt machte der vierjährige Hengst Epiphaneia genau das. Der Simboli Kris S-Sohn gewann den Cup mit sage und schreibe vier Längen Vorsprung.

„Als ich die große Leinwand sah und merkte, wie viele Längen ich vor dem Rest war, war ich schon sehr erstaunt. Wir reden hier von Gegnern wie Just A Way und Gentildonna. Und dann dieser Abstand. Wahnsinn. Ich hatte bei dieser Besetzung mit einem ganz, ganz engen Einlauf gerechnet“, gab der Belgier Christophe Soumillon nach dem Gruppe I-Rennen japanischen Journalisten zu Protokoll.

Mit einem solch knappen Einlauf hatte wohl auch der offizielle Wettanbieter des deutschen Rennsports, RaceBets, gerechnet. So wurden zu Wochenbeginn im „Japan Cup Spezial“ 70:10 darauf offeriert, dass irgendein Pferd den Cup mit „nur“ zwei oder mehr Längen gewinnen würde. Soumillon verdoppelte das einfach mal. Im Ziel ist er vier Längen vor dem höchsteingestuften Grasbahnpferd der Welt, Just A Way. Ephipaneias Trainer Katsuhiko Sumii gewann seinen zweiten Japan Cup, triumphierte in 2009 bereits mit der Stute Vodka.

Und wer ist dieser Ephipaneia eigentlich? Der vierjährige Hengst feierte seine bisherige Sternstunde im letztjährigen St. Leger Japans, als er in Kyoto zum Gruppe I-Sieger aufstieg. Zuvor war er bereits Zweiter im Japan Derby und den 2000 Guineas gewesen.

Bei seinem letzten Start wurde er Sechster im Tenno Sho, keine zwei Längen hinter Spielberg und Gentildonna, absolvierte am Sonntag seinen erst vierten Saisonstart. Geboren wurde der Hengst übrigens am selben Tag, wie das beste Rennpferd aller Zeiten. Wie Frankel erblickte auch Ephipaneia, der am Sonntag umgerechnet 1.785.000 Euro verdiente, am 11. Februar das Licht der Welt.

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