Endlich wieder ein deutscher Treffer im Federico Tesio?

Eine lange Historie verbindet die deutschen Galopper mit dem Premio Federico Tesio, dem Gruppe III-Rennen für dreijährige und ältere Pferde, in dem es am Sonntag in Mailand 110.000 Euro zu gewinnen gibt. Der letzte Sieg eines Deutschen auf der San-Siro-Bahn in der Modemetropole Italiens liegt allerdings dann doch schon recht lange acht Jahre zurück.

Tareno schnappte sich den Gruppe-Titel im Stiefelland für Trainer Peter Schiergen und der Asterblüte-Coach ist auch am Sonntag wieder vertreten. Nicea heißt seine Starterin, die von Filip Minarik (im Foto mit Peter Schiergen) geritten wird, der 51,5 Kilo in den Sattel bringen muss. Der dritte Platz aus dem Henkel 152. Preis der Diana liest sich als bärenstarke Form der Lando-Tochter, die in diesem Jahr schon etwas brauchte, um ihre beste Form zu erreichen.

Jürgen Imms Vorzeigestute, die bereits zweijährig eine der besten Ladies des Landes war, hat natürlich als dreijährige Stute immense Gewichtsvorteile gegenüber den älteren Pferde und diese könnten durchaus den Unterschied machen. Drei weitere deutsche Pferde könnten sich in diesen Top-Test über 2200 Meter wagen. Während Frankreich-Rückkehrerin Soberania ihren ersten Start unter der erneuten Regie von Andreas Wöhler absolvieren könnte, ist Estejo (hielt am Donnerstag auch noch ein Engagement in einem Listenrennen am selben Tag in Mailand) bereits ein Kenner der Szene in Italien.

Auch Stall Litex‘ Baschar läuft im Premio Federico Tesio. „Mario Esposito reitet ihn am Sonntag in Italien, wir reisen bereits am Freitag an, um es nicht zu hektisch für ihn werden zu lassen. Er ist ein toller Dreijähriger“, sagt Trainer Miltjo Mintchev zu seinem Stallcrack. „Wir wollen es in Italien probieren, ich denke nicht, dass er sich mit seiner Klasse verstecken muss auch nicht gegen die älteren Pferde“, ist Mintchev recht optimistisch.

Mit Voila Ici und Cima de Triomphe sind in jedem Fall auch noch zwei der besten einheimischen Steher startberechtigt, es wird ein harter Prüfstein für die deutschen Kandidaten, wenn es am Sonntagnachmittag um großes Geld in Italien geht.

Neben dem Grupperennen sind aber auch alle drei Listenrennen am Sonntag in Mailand von höchstem Interesse aus deutscher Sicht. Jeweils mit 61.600 Euro sind die Prüfungen über 1000 und zweimal 1600 Meter dotiert, in denen am Donnerstag nicht weniger als 16 Deutsche noch eine Startberechtigung hielten.

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