Jetzt steht der Termin, wann das Ringen um den Erhalt der Frankfurter Galopprennbahn in den Endkampf geht, endgültig fest. Am 21. Juni werden die Frankfurter Bürger zur Urne gerufen um über die Änderung des Bebauungsplanes des Niederräder Rennbahn-Geländes abzustimmen.
Diese Änderung war notwendig, um den Bau der geplanten DFB-Akademie überhaupt zu legitimieren. Die Bürgerinitiative, die dies verhindern möchte, damit Galopprennen in Frankfurt weiter stattfinden können, hat somit ihr erstes Ziel erreicht. Die Sprecherin der anfangs belächelten Initiative „ProRennbahn“, Rebekka Unrath, die früher eine erfolgreicher Amateur-Rennreiterin war und im Sekretariat den Renn-Klubs nebenberuflich tätig ist, gibt sich kämpferisch aber auch verärgert. „ Die Vertreter der Stadt haben uns über die Gültigkeit der Stimmen nicht sofort informiert. Über einen Journalisten habe ich erfahren, was später am selben Tag in einem Brief stand. Ein weiteres Zeichen dafür, wie die Stadt mit uns kommuniziert und wie ernst sie uns nimmt.“
Für den anstehenden Wahlkampf gibt es nach Unraths Worten eine Hauptaufgabe, nämlich den Frankfurtern die Rennbahn bewusst zu machen. „Die Frankfurter müssen sich mehr mit ihrer Rennbahn identifizieren. Der Kampf um den Erhalt der Anlage hat sehr spät begonnen. Niemand hat das Thema Galopprennbahn so richtig ernst genommen, man hat die Zügel schleifen lassen. Das Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen, aber es beugt sich gerade über den Rand.“
Unrath zufolge ist zudem ein Konzept notwendig, in dem aufgezeigt wird, wie es in Niederrad nach einer erfolgreichen Abstimmung – knapp 114.000 Stimmen wären notwendig – weitergehen soll. „Am Geld für den Wahlkampf wird es nicht scheitern, wenn es heißt, die Bürger mobil zu machen“. Immerhin sind 25 Prozent Wahlbeteiligung und 50 Prozent Mehrheit für einen positiven Bürgerentscheid zum Erhalt der Rennbahn notwendig.
Eine hohe Hürde! Doch Rebekka Unrath hat mit ihren wenigen Mitstreitern bereits einmal etwas Sensationelles geschafft, was in der Historie der Mainmetropole einmalig ist. Von knapp 19.000 gesammelten Unterschriften waren laut Wahlamt 13.715 gültig. Diese reichten aus, um zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt einen Bürgerentscheid zu erzwingen.
Am 21. Juni wird es den spannenden Endkampf geben zwischen der Bürgerinitiative „ProRennbahn“ und der galopperfeindlichen Allianz aus Stadt und Deutschem Fußballbund.










