Zweimal wurde der von Peter Schiergen trainierte Empoli in Meydan von der Startstelle verwiesen, am Samstag rückte der Halling-Sohn ohne Probleme ein und lieferte danach im mit fünf Millionen Dollar dotierten Dubai Sheema Classic über 2410 Meter eine ganz große Leistung ab. Dabei begann das Rennen für den Halling-Sohn aus Ebbesloher Zucht alles andere als optimal, als er von Mars im ersten Bogen stark behindert wurde.
Doch Adrie de Vries hatte auf dem Vierjährigen schnell wieder alles im Griff. Anders Richard Hughes, der Mars nicht halten konnte und weit an die äußeren Rails geriet und dort auch noch zu Fall kam. Hughes wurde sofort medizinisch versorgt.
Empoli (Foto ganz links) reihte sich in der Folge auf Rang zehn ein und fand schnell in seinem Rhythmus, vorne bestimmte Denim and Ruby (Katsuhiko Sumii/Suguru Hamanaka) derweil die Pace.
In der Zielgeraden jedoch schlug die Stunde der japanischen Klasse-Stute Gentildonna (50:10, Sei Ishizaka), die nun unter Ryan Moore immer stärker wurde und auch der Sieger des Jahres 2012, der nimmermüde Cirrus des Aigles (Corine Barande-Barbe/Christoph Soumillon), sprach lange ein Wörtchen um den Sieg mit, musste sich aber am Ende der Klasse der Deep Impact-Tochter beugen. Dritte wurde Ambivalent (Roger Varian/Andrea Atzeni).
Und was machte Empoli? Der Halling-Sohn lief in der Bahnmitte einen Strich, sammelte auf der Zielgeraden auf freier Bahn die Gegner ein und kämpfte sich mit einer starken Leistung auf den vierten Rang. Der Lohn für die beherzte Leistung: 250.000 Dollar, circa 182.000 Euro.
‚Das war sehr unglücklich. Mars hätte mich beinahe zu Fall gebracht, aber Empoli kam zurück und lief ein großes Rennen‘, so Adrie de Vries gegenüber GaloppOnline.de. ‚Durch Mars hat Empoli seine Position verloren, aber ich bin sehr glücklich, dass er einfach weiter gemacht hat und am Ende ein großes Rennen gelaufen ist‘, sagt Peter Schiergen.
‚Ich denke die Besitzer wollen international mit ihm weiter machen, aber genaue Pläne gibt es noch nicht.‘ Empoli steht in Besitz des russischen Oligarchen Valentin Bukhtoyarov.
Der in Deutschland bestens bekannte Preis von Europa-Sieger Meandre (Doug Watson/Patrick Dobbs) verkaufte sich mit Rang sieben sehr achtbar. Ohne Möglichkeiten auf den Sieg war der Favorit der Prüfung Magician (Aidan O’Brien/Joseph O’Brien), der nur den sechsten Platz belegte.
Auch der ehemals von Andreas Trybuhl trainierten Dubday war in den Vorfall mit Mars involviert. ‚Glücklicherweise blieb Dubday auf den Beinen, ich habe versucht ihn zurück ins Rennen zu bringen, aber es ging nichts mehr‘, so Frankie Dettori.










