Elle Shadow ohne Chance und Baden-Sprinterin gewinnt

Auch im letzten Gruppe I-Rennen an diesem großen Renntag rund um den Arc gab es für die deutsche Hoffnung in Longchamp nichts zu holen. Dabei hatte sich das Rennen für die dreijährigen Stuten für die aus der Aussenbox gestartete Elle Shadow relativ günstig angelassen.

Der zuvor noch für den französischen Renn-Sender Equidia im Interview erschienene Andrasch Starke konnte die Wittekindshoferin bei von Antara vorgelegter verhaltener Anfangsfahrt nach wenigen Metern beruhigen und hinter den Gegnerinnen nach innen steuern.

Die Ex-Deutsche Godolphin-Stute macht in einem Rennen ohne Pacemaker dann aber ordentlich Fahrt auf, die klar favorisierte Stacelita folgte in zweiter Spur hinter ihr, eine perfekte Lage hatte dort schon Ioritz Mendizabal auf Lily of the Valley als drittes Pferd innen hinter der Pilotin.

Fast ohne Positions-Verschiebungen kam das Feld relativ dicht geschlossen um den Schlussbogen herum, an dessen Ende Starke seine Stute in die dritte Spur dirigierte und dort hinter der Riesen-Außenseiterin Fleur Enchantee eine optisch aussichtsreiche Lage inne hatte.

Antara gab sich sofort und überraschend sang und klanglos geschlagen, Stacelita stürmte gut gehend nach vorne, Lily of the Valley kam ohne Aufenthalt frei und nahm ihre Verfolgung auf. Wenige Meter weiter war schon abzusehen, dass nur eine dieser beiden die Linie als Erste passieren würde.

Der Kampf um die letzten drei Gelder und vor allem um den so wertvollen dritten Gruppe I-Rang schien dagegen offen, doch im Gegensatz zu Fleur Enchantee zog die genauso gut gehend auf der Geraden angekommene Deutsche nicht relevant an.

Während die Außenseiterin überraschend vor der Engländerin Field Day und der Aga Khan-Stute Rosanara Platz drei erreichte, landete Elle Shadow etwas mehr als zwei Längen hinter der Dritten auf dem undankbaren sechsten Platz und blieb damit als erstes Pferd ohne Geldpreis.

Am Ende sechs Längen vor den Verfolgerinnen rang die zweite Farbe von Trainer Jean-Claude Rouget Lily of the Valley ihre Stallgefährtin Stacelita ohne größere Probleme nieder und kam eine dreiviertel Länge vor der Favoritin ins Ziel. Die 80:10-Siegerin blieb damit zum siebten Mal hintereinander ohne Niederlage und könnte nun direkt in die Zucht gehen.

Für ihren Vater Galileo war das nach Misty for Me der zweite Gruppe I-Treffer an diesem Sonntag, der Coolmore-Stallion wandelt weiter auf den Spuren seines Vaters Saddler’s Wells.

Die als Jährling auf der Arqana-Auktion in Deauville für 140.000 Euro zugeschlagene Halbschwester des auf kurzen Distanzen zum doppelten Listen-Sieger avancierten Calbuco hatte zu Beginn ihrer Karriere noch keinesfalls den Eindruck einer kommenden Spitzen-Stute hinterlassen, als sie im August 2009 zunächst Achte und dann Fünfte wurde.

Nach einer kleinen Pause bis zum Maiden-Sieg Ende November in Toulouse siegte sie in dieser Saison zunächst auf B-Niveau, dann in einem Listen- und in zwei Gruppe III-Rennen, bevor sie hier ihr Meisterstück ablieferte.

Den Prix de l’Abbaye (250.000 Euro), eines der wichtigsten Sprintrennen Europas, gewann sensationell die Stute Gilt Edge Girl, die bei ihrem vorherigen Start in der Goldenen Peitsche in Iffezheim Dritte geworden war.

Iffezheim war damit neuerlich ein guter Ort der Vorbereitung für Pferde auf einen Start am Arc-Wochenende. Amico Fritz, Sieger der Goldenen Peitsche, wurde nur 19.

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