Wenn andernorts Starter-mangel herrscht, platzen am Sonntag in Hannover die Felder aus allen Nähten. Mit neun Dreijährigen stimmt auch die Resonanz auf den Großen Preis der Sparda Bank Hannover, ein mit 20.000 Euro ausgestattetes Listenrennen über die Distanz von 1400 Metern.
Sogar aus Frankreich reist mit Nicolas Clements Singspiel-Tochter Scarlett´s Pride (Jean-Michel Breux) ein Gast an. Auf Gruppe-Parkett hatte sie im vergangenen Jahr nichts zu bestellen, aber die frische Siegform aus Maisons-Laffitte darf man nicht unterschätzen.
Verstecken muss sich aber vor allem ein deutscher Kandidat nicht, der in Iffezheim zuletzt stark lief, aber wenig mit Fortuna im Bunde war: Electric Beat (Foto in gelben Farben, Andreas Helfenbein), der als Zweijähriger schon eine hochdotierte Prüfung an seine Fahnen heftete. Im Badener Lanson-Cup endete er ganz knapp hinter Raptor, wurde im Zimmer der Rennleitung wegen Behinderung eines Mitkonkurrenten aber auf Rang drei zurückgestuft.
Prächtig führte sich die Park Wiedingerin Dominanz (Filip Minarik) in Baden-Baden ein, dürfte in ihren Möglichkeiten kaum schon voll erkannt sein.
Mharadono (Andreas Boschert) und Orsini-Sieger Signum (Jiri Palik) sind in Bestform ebenfalls nicht aus der Welt, während Amy Storm (Alexander Pietsch) in Baden-Baden ihre bislang beste Vorstellung bot.
Sogar schon ein klassisches Rennen, die Tschechischen Guineas, gewann Königin Arte (Rastislav Juracek), die wie die sehr beständige Zackmünde (Eugen Frank) eine große Fraktion aus den Neuen Bundesländern in diesem Aufgebot.
Ein Ausgleich II und ein Hürdenrennen runden diesen abwechslungsreichen Tag, an dem ein guter Umsatz vorprogrammiert scheint, ab.










