Besser als der vierjährige Hengst El Django (Foto) kann ein Pferd nicht gezogen sein. Sein Vater ist die Deckhengst-Legende Sadler´s Wells, die Mutter Elle Danzig war Gruppesiegerin in Serie. Nach dem wenig aufregenden Debüt in Dortmund präsentierte sich der Schützling von Andreas Trybuhl am Freitag in Krefeld stark verbessert.
Unter Adrie de Vries war die 41:10-Chance in einem 2200 Meter-Rennen Start-Ziel nie zu gefährden, verwies Illara und den spät noch besser anpackenden Favoriten Melcam auf die Plätze (Video ansehen).
Vor einem Monat hatte die Park Wiedingerin Prem Ramya in Köln noch herbe enttäuscht, doch nun präsentierte sich die Schwester des klassischen Siegers Precious Boy wie verwandelt.
In einem 1700 Meter-Rennen schnappte sich die Bug Shuffle-Tochter aus dem Stall von Waldemar Hickst mit gutem Endspurt als 30:10-Chance noch Glamorous und die Favoritin Murakami sehr sicher. ‚Jetzt hat sie ihr Maidenrennen gewonnen‘, berichtete Trainer Waldemar Hickst (Video ansehen).
In einer ähnlichen Prüfung beeindruckte Stall D´Angelos Neapel (Eduardo Pedroza/Andreas Wöhler, 28:10) nach frühem Vorstoß im Einlauf vor Lassina und der lange führenden Dollymun. Die Beat Hollow-Tochter könnte nun in eines der Bad Harzburger Superhandicaps gehen (Video ansehen).
Völlig über der Konkurrenz stand Lucien van der Meulens Avertigo (Adrie de Vries, zweiter Tagessie/Christian Sprengel) in einem 1400 Meter-Altersgewichtsrennen, als er sich von Take Away und At All verabschiedete (Video ansehen).
‚Er ist seit vier Monaten bei mir, hat sich sehr gut eingelebt‘, hatte Sprengel vor dem Sechs-Längen-Sieg des 13:10-Favoriten im Interview erklärt.
Schnelle Entschädigung für sein Pech aus Bremen, wo er sich rettungslos festgefahren hatte, gab es im 1400 Meter-Ausgleich III für Carlos Moheba (Andreas Helfenbein/Ira Ferentschak, 43:10), der sehr leicht vor Mill Lady und For Pro gewann.
In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1300 m) bewies Pascal Jonathan Werning auf Sarah Jane Helliers Absolom (100:10) vorne viel Übersicht und schickte den zu spät auf freie Bahn gekommenen Favoriten Ibikus, Racing Times und Gold Dragon auf die Verliererstraße. Die Viererwette bezahlte 100.005:10 Euro, wurde also zweimal getroffen (Video ansehen).
Nach einem starken Ritt von Andrasch Starke landete der Wallach Lavendro (Trainer Wolfgang Sonntag, 94:10) in einem 2050 Meter-Ausgleich III den zweiten Saisontreffer vor Vesuv und Sheldon. Damit schaffte auch Starke den zweiten Punkt an diesem Tag (Video ansehen).
Seinen dritten Erfolg mit Gallier verhinderte Champion Eduardo Pedroza (zweiter Erfolg im Stadtwald) im abschließenden 2050 Meter-Handicap, als er mit Scarlet Möllers Celtic Sea (51:10) noch vorbeistürmte. Rang drei belegte Ask The Clerk (Video ansehen).
Leider blieben wie schon zuletzt in Leipzig oder Halle Pannen nicht aus. Man handelte sich gleich zu Beginn eine erhebliche Verspätung ein. Die Regie war einige Male nicht auf der Höhe und zeigte während der Rennen Bilder vom Rennbahngelände.
Bei mehreren Rennen fiel die Zielkamera aus, so dass am Ende die Pferde nur noch von hinten zu sehen waren. Zudem wurden wichtige Durchsagen von der Wiederholung des Rennfilms häufig ‚abgeschnitten‘. So etwas sollte doch künftig vermieden werden.
Dann fiel zur Mitte der Veranstaltung noch der Strom im Übertragungswagen aus, so dass in vielen Wettannahmestellen, Buchmacherläden und auf den Live-Stream das Bild einige Zeit schwarz blieb. Alles andere als förderlich für den Umsatz! Mit ca. 93.000 Euro in neun Rennen kann man sicherlich nicht zufrieden sein.











