Einer gegen alle: Reckes Gro?angriff in Bad Harzburg

9 aus 51 – man könnte meinen, das sei eine neue Formel für die Lottozahlen. Doch die Scheine für die Ziehung, die so viele Millionen Deutsche in ihren Bann zieht, müssen nicht neu gedruckt werden. Die Zahlen stehen vielmehr für ein Kuriosum bei der Veranstaltung am Donnerstag in Bad Harzburg.

51 Pferde kommen an diesem Nachmittag in den acht Rennen an den Ablauf. Man musste ganz besonders hart kämpfen um adäquate Starterfelder, verlängerte eigens die Vorstarterangabe um 24 Stunden. Neun dieser 51 Kandidaten kommen aus einem einzigen Quartier – Christian von der Recke (Foto) schickt wieder eine ganze Armada an den Start.

Ohnehin sprechen die Zahlen bei dem Weilerswist-Coach für sich: Vor dem Dienstag im Harz standen 73 Flachsiege und 14 Hindernis-Erfolge auf dem Recke-Konto. Vier Treffer gelangen ihm bislang bei der Rennwoche auf der Bahn am Weißen Stein. Da müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn das Großaufgebot am Donnerstag nicht die Bilanz weiter ausbauen würde.

Im Verkaufsrennen könnte bereits der Anfang gemacht werden. Our First Chesnut, der nun auf der Hindernisbahn dreimal vorzeitig den Kurs beenden musste, soll auf der Flachen wieder Vertrauen finden, trifft mit Kova Hall auf einen frischen Sieger aus dem eigenen Stall. Der Bahnspezialist Rickard und der antrittsschnelle Garrison könnten dem Recke-Duo aber auf den Zahn fühlen.

In einem Altersgewichtsrennen sollte sich Sky Crusader, Stall Saarbrückens hochtalentierter England-Import, schnell für seine schwache Vorstellung aus Saarbrücken entschädigen, zumal mit Rene Piechulek der stark in Form befindliche Azubi im Sattel sitzt.

Knightsbridge ist die zweite Weilerswist-Waffe, wird von Spitzenreiter Andreas Helfenbein gesteuert. Ein sicherer Punkt könnte auch Bailamos im Hürdenrennen sein, denn das einstige Gruppe-Pferd dürfte über Sprünge noch einiges vor sich haben. Den Routinier Pegasus mondrianus, hier am Eröffnungstag erfolgreich, sollte ihm am härtesten zusetzen können.

Der dreijährige Redcliff dürfte im unteren Handicap gleich viel Vertrauen finden, zumal Christian von der Recke mit vielen Pferden aus England schon positive Schlagzeilen machte.

Wie Woodland Traveller, der im Langnese-Rennen (Ausgleich III) fällig sein müsste, denn gegen den Martillo-Bruder Maximo am vergangenen Sonntag zu verlieren, war alles andere als eine üble Form. Vegano muss sich im Jagdrennen unter anderem zweiter Gäste aus Tschechien erwehren. Und zum Abschluss kann Cross My Shadow trotz einer hohen Bürde den vierten Erfolg hintereinander schaffen.

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