Im Westfalischen hat ihn Joachim Spranke aus Dortmund einst erworben, da war er Jährling, der von Heinz Gerwin alles andere als auffällig gezogene Devil River Peek-Sohn Apollo Star. Am Sonntag war vor 12.200 Zuschauern zumindest aus nationaler Sicht der vorläufige Höhepunkt der Laufbahn fällig, als der Fünfjährige, den Trainer Mario Hofer (Foto) raketengleich an die Spitze der deutschen Meiler geschickt hat, den ICT-Eslam-Cup auf der Neuen Bult gewann.
„Ich habe damals einen Warmblüter gekauft und Apollo Star für kleines Geld so mitgenommen“, bekannte Spranke, „groß geworden ist er dann bei uns zuhause.“
Und hat sich im Rennstall aus kleinen Anfängen nach oben gearbeitet, nach dem Premio Emilio Trati war es bereits sein zweiter Sieg auf Gruppe II-Ebene. Seine Mutter, immerhin, ist eine Windwurf-Stute, die aber selbst gerade einmal 54 Kilo konnte, mit Ajesha zuvor immerhin eine prominente Steeplerin gebracht hat.
Wie immer stellte Apollo Star seine Anhänger auf eine harte Probe, denn Frontrenner wie er sind alles andere als nervenschonend für die Wetter. Eingebrochen ist er diesmal aber nicht, Andreas Helfenbein, der am Montag einen Kurzurlaub auf Sylt antrat, hatte ordergemäß die Innenspur gewählt und die war an diesem Tag in Hannover ausnahmsweise die richtige.
„Es ist ein unheimlich gelassenes Pferd, sehr relaxed, man alles mit ihm machen“, meinte Spranke zu seinem vierbeinigen Crack, der im entscheidenden Moment noch einen Gang zulegen konnte und den kurz gefährlichen König Turf (Trainer Christian Sprengel hatte am Vorabend mit Spranke gegessen und Apollo Star auch gesattelt) sicher in seine Schranken verwies. Aspectus hatte im Einlauf kurz kein optimales Rennen, war dann aber auch nicht ganz zwingend.











