„Das hat es in unserer Vereinsgeschichte noch nicht gegeben“, sagt Frankfurts Geschäftsführer Andreas Haase. „Zum ersten Mal überhaupt haben wir ein Gruppe-Rennen über die Meile.‘ Normalerweise assoziiert man mit der Bahn in der Hessen-Metropole hauptsächlich Prüfungen dieser Art über 2000 Meter oder mehr. Doch an diesem Sonntag geht man in Niederrad neue Wege, übernahm ein früher in Köln beheimatetes Rennen, das schon zahlreiche Namen hatte, unter anderem auch als Jaguar-Meile bekannt war.
Mit der Flughafen Frankfurt AG präsentiert man einen zugkräftigen Sponsor, so dass das mit 50.000 Euro dotierte 1600 Meter-Examen nun als Große Hessen Meile – Fraport AG Pokal firmiert.
Zwar wurde bei der Starterangabe noch Willingly gestrichen, doch kann sich das sechsköpfige Feld, das um 16.50 Uhr aus den Boxen stürmen wird, durchaus sehen lassen. Der Franzose Trip To The Moon (Joselius Martinez) aus dem Stall von Mikel Delzangles gewann im Vorjahr drei Listenrennen hintereinander, musste allerdings in dieser Saison erste Grenzen bekennen.
Das kann man von Apollo Star (Andreas Suborics) wahrlich nicht behaupten. Es dürfte in Deutschland wenige so hochklassige Frontrenner wie den Wallach aus dem Stall von Mario Hofer geben. Phänomenal ist die Entwicklung, die der Devil River Peek-Sohn in dieser Saison, immerhin schon fünfjährig, hinlegt.
Drei Starts, drei Siege – die Bilanz in dieser Saison ist makellos. Zuletzt triumphierte der Fuchs sogar im Premio Emilio Turati (Gruppe II). Die Bahn in Frankfurt liegt ihm ohnehin, da dürfte ein starkes Laufen vorprogrammiert sein.
Gleich vorne mitgehen könnte auch der Röttgener Aspectus, der zuletzt im Hamburger Jaxx-Pokal aus der Reserve geritten wurde, was Trainer Hans-Albert Blume (Foto mit dem Hengst) nicht sonderlich behagte. „Er hätte mehr mitgehen sollen“, haderte der Coach damals mit dem Ritt von Adrie de Vries, der diesmal nicht in den Sattel des Hengstes steigt. Man engagierte mit dem Schweden Fredrik Johansson keinen Geringeren als Adlerflugs Siegjockey aus dem BMW 138. Deutschen Derby.
In Horn besaß er allerdings keine Möglichkeit gegen König Turf (nun mit Terry Hellier), den Trainer Christian Sprengel nach einer Verletzungspause wieder in so glänzende Form gebracht hat. Man hofft im Lager des speedstarken Hengstes natürlich auf ein schnell gelaufenes Rennen, was dank Apollo Star kein Problem sein sollte, aber auch durchlässiger Boden wäre vorteilhaft.
Während der von Heinz Hesse trainierte Lokalmatador Diable (Adrie de Vries) auf schon relativ weiter Distanz zu den Außenseitern zählt, verdient der Ammerländer Alaska River (Andrasch Starke) als einziger Dreijähriger im Siebenerfeld natürlich einigen Kredit. Zwar wird von dem Anabaa-Sohn ein Sprung verlangt, aber sein Ausgleich II-Treffer in Baden-Baden machte Appetit auf mehr.
Ein absoluter Großkampftag ist es in Niederrad, wo die Karte auf elf Rennen anwächst. Dazu gehört auch der Dubai – Frankfurter Partner Cup (15.000 Euro) für Arabische Vollblüter. Kein Geringerer als Robbie, der möglicherweise beste Europäer seiner Zunft, gibt sich hier die Ehre.
Natürlich erwarten das Publikum wieder wertvolle Geschenke, neudeutsch Giveaways. In der Wettchance des Tages winken als garantierte Auszahlung in der Viererwette 10.000 Euro.











