Als Oriental Lion als letztes Pferd in die Startboxen einrückte, schickte Hauptstarter Ralf Steinmetz die 17 Kandidaten für das IDEE 140. Deutsche Derby auf die Reise. Oriental Lion kam eine Idee zu früh aus den Boxen und lief Bolivia kurz vor die Füße. Großer Beifall brauste auf, als sich das Feld vor den Tribünen formierte. Die Außenseiter Double Handful, Ordenstreuer und Glad Panther und somit Auenquelles zweite Farbe, führten das Derby-Feld in den ersten Bogen hinein, dahinter das favorisierte Hirschberger-Paar Suestado mit Wiener Walzer. Der Takt war gut, aber nicht übermäßig schnell, als es unter der Führrung von Double Handful, Ordenstreuer, Glad Panther, Wiener Walzer und Suestado in die Gegenseite ging.
Das Bindeglied zum Mitteltreffen bildete an der Innenseite Marlow, gefolgt von Hansom, Oriental Lion, Panyu, Egon, Eliot und Toughness Danon, dahinter folgten Bolivia, Saphir, Sordino und Quo Dubai.
Die Außenseiter Double Handful und Ordenstreuer setzten auch im letzten Bogen den Takt, Hansom war in die dritte Position gerückt vor dem nachlassenden Glad Panther, während sein Stallgefährte Oriental Lion auf dem Vormarsch war, Wiener Walzer weiter prominent, während der favorisierte Suestado seine gute Position mit einem Schlag einbüßte und Platz um Platz verlor.
Außen war Röttgens Eliot zügig aufgerückt, Panyu meldete erste Schwierigkeiten, weit hinten waren immer noch Bolivia, Toughness Danon, Saphir, Frantic Storm und Sordino auszumachen, die rote Laterne trug Quo Dubai.
Im Einlauf fiel zunächst auf, wie gut sich weiterhin der Außenseiter Ordenstreuer verkaufte. Am inneren Flügel war bald auch schon Fredrik Johansson mit Wiener Walzer und somit dem zweiten Favoriten im Derby-Feld zur Stelle. Genau wie vor zwei Jahren mit Adlerflug.
Doch während sich der Schlenderhaner In The Wings-Sohn 2007 sofort und mit großer Authorität vom Feld absetzte, wurde Wiener Walzer in Front liegend nun mächtig unter Druck gesetzt. Ordenstreuer musste nun doch etwas zurückstecken, während vor allem Eliot am äußeren Flügel richtig Eindruck machte. Noch weiter außen trat Sordino auf den Plan, während in der Bahnmitte Toughness Danon zwischen Wiener Walzer und Eliot zum Vorstoß ansetzte.
Fredrik Johansson dürfte die drohende Gefahr von allen Seiten kommend gespürt haben, entlockte Wiener Walzer in einem resoluten Finish aber immer wieder neue Reserven. So verteidigte der von Jens Hirschberger trainierte Dynaformer-Sohn der mehrfachen Gruppe-Siegerin Walzerkoenigin bis zur Linie den Vorteil von „sicheren eineinviertel Längen“, wie es der Richter zum Ausdruck brachte.
Die Plätze zwei bis vier waren bis zur Linie hart umkämpft. Schließlich behauptete an der Außenseite der groß aufdrehende Sordino einen Halsvorteil gegen Toughness Danon, der ebenfalls von hinten groß auf Touren gekommen war.
Bis zu Eliot betrug der Abstand ebenfalls ein Hals, der Röttgener schien 200 Meter vor der Linie noch mehr Erreichen zu können. Fünfter wurde mit einer kapitalen Speedleistung Quo Dubai, der Ordenstreuer mit einem kurzen Kopf den fünften Rang streitig machte. Saphir und Frantic Storm boten sich aus hinteren Regionen noch besser an.











