Gut eine Woche ist es nun her, da verstarb mit Werner Baltromei eine Raffelberger Persönlichkeit und auch der Mülheimer Rennverein wird seinen Trainer am nächsten Renntag in aller Form würdigen. Eine Gedenkminute für den im Alter von 49 Jahren verstorbenen Trainer ist ebenso angedacht, wie ein ausführlicher Nachruf im Rennprogramm.
Die teilnehmenden Jockeys werden an diesem Tag mit Trauerflor starten. Und so wird der Renntag auf dem Raffelberg mit Sicherheit in seiner Ausführung bedeutend besinnlicher ausfallen als gewohnt. Acht Rennen habe die Verantwortlichen für den Renntag an Fronleichnam auf die Beine gestellt. Es wird also auch ein Renntag für Werner Baltromei sein.
Die Felder stellen sich dabei als sehr überschaubar dar. Im ersten Rennen, einem Altersgewichtsrennen über 1400 Meter für vierjährige und ältere Pferde, stehen lediglich fünf Aspiranten unter Order. Hier dürfte vor allem die von Markus Klug für Gestüt Görlsdorf trainierte Areion-Tochter Prakasa (Foto) eine scharfe Klinge schlagen. Unter dem aktuell sehr formstarken Adrie de Vries sollte die Siegerin des Karin Baronin von Ullmann-Rennens des Jahres 2010 das zu schlagende Pferd sein.
Einen Gegner zu finden ist hier nicht ganz so einfach. Eventuell könnte es Stall Kaisermühles Lukian aus dem Rennstall von Werner Glanz sein, der der gemeinten Stute gefährlich werden könnte. Der Orpen-Sohn ist immerhin Listensieger. Der Erfolg aus München liegt aber ähnlich weit zurück wie Prakasas Triumph im Weidenpescher Park. Im Sattel wird Daniele Porcu sitzen.
Zwei Rennen sind an diesem Donnerstag mit der Kategorie Ausgleich III überschrieben. Den ersten dieser Art gibt es gleich in der zweiten Tagesprüfung. Über 2100 Meter kommt auch hier nur ein recht kleines Feld zusammen. Interessant ist hier der von Jan Pubben trainierte Kallisto-Sohn Boshoevenscarlet, der mit Adrie de Vries starten wird. Zuletzt wurde der Vierjährige in einem ähnlichen Rennen Vierter, konnte damals aber schon Our Passion aus dem Quartier von Sascha Smrczek hinter sich lassen. Die Tertullian-Stute, die von Daniele Porcu gesteuert wird, zeigte ihre besten Formen im Ausgleich IV.
Auch der unter Höchstgewicht startende Auenboss aus dem Rennstall von Sarah Weiss blieb im Ausgleich III zuletzt eher blass. Den Ritt am Donnerstag wird Alexander Weiss übernehmen. In einem Stutenrennen (Ausgleich III) über die Meile ist ein Zweikampf zu erwarten. Vor allen die von Waldemar Hickst trainierte Kelida Dancer weiß in ihrer letzten Form zu gefallen. In einem ähnlichen Rennen gewann si zuletzt auf dem Grafenberg und sollte hier mit Adrie de Vries gleich wieder vorne zu erwarten sein. Die Kontrahentin könnte Laric sein. Der Schützling von Hans-Jürgen Gröschel siegte jüngst auf dem Raffelberg über die gleiche Distanz. Damals wie heute wird Wladimir Panov die Ivan Denisovich-Tochter steuern.
Das Rennen für dreijährige sieglose Stuten über 2000 Meter sollte in das Gestüt Görlsdorf gehen. Die von Markus Klug trainierte Moi Lolita kündigte sich Anfang Mai in Leipzig mit einem zweiten Platz klar an und sollte bald die Sieglosenklasse verlassen. Dies ist wieder ein aussichtsreicher Ritt für den „fliegenden Holländer“ Adrie de Vries. In einem weiteren Sieglosen-Rennen für den Jahrgang 2009 ist es der von Andreas Löwe in Köln trainierte Compact Storm.
Der Vital Equine-Sohn, der unter Höchstgewicht starten wird kennt seit seinem Jahresdebüt nur gute Formen, musste sich aber immer mit dem Ehrenrang begnügen. Heute könnte es für ihn und seinen Partner Marvin Suerland einfacher werden. Der einzige weitere Aspirant mit Rennerfahrung ist der Schlenderhaner Merian. Auch der Tiger Hill-Sohn kommt erstmals im Jahr 2012 an den Ablauf, doch ist die Stallform des Traditions-Gestüts aktuell sehr gut. Mit Adrie de Vries scheint hier etwas möglich.












