Ein Nachfolger f?r Ransom? Adamantinos im HH-Thriller

Vor einigen Jahren hatte Erika Mäder (Foto) mit Stall Capricorns Ransom O´War eines der besten Pferde hierzulande im Stall, der Hengst avancierte sogar zum ‚Galopper des Jahres‘. Und jetzt könnte die Krefelder Trainerin wieder ein Ass in diesen Farben in ihren Reihen haben.

Sein Name ist Adamantinos, ein zweijähriger Sohn des Auenqueller Beschälers Seattle Dancer. Unter dem jungen Franzosen Johan Victoire, der bei seiner ersten Derby-Woche in Hamburg bereits für Furore sorgt (erst am Sonntag hatte er mit Ruby Hill einen Ausgleich I gewonnen) schnappte der 73:10-Außenseiter als Debutant den Großen Avaya-Preis, der in der Tradition des Sierstorpff-Rennens steht.

Eiserne Nerven bewies der Jockey, denn noch im Schlussbogen dieses mit 30.000 Eurod dotierten Listenrennens für den jüngsten Jahrgang über 1200 Meter am Dienstag in Horn. Denn noch an vorletzter Stelle hatte er die Gerade erreicht, während Six Mile Bottom das Tempo diktierte.

Als erstes Pferd griff im Einlauf die favorisierte Ittlingerin Red Diva an, später kam die bereits zuvor in Düsseldorf erfolgreiche Sasphee enorm auf Touren. Auf den letzten Metern entwickelte sich ein faszinierendes Duell zwischen der Kurdu-Stute und dem Mäder-Hengst, aus dem Adamantinos als Nase-Sieger hervorging, obwohl sein Jockey die Reitklappe verloren hatte!

‚Er ist noch ein Baby, wird sich noch ein gutes Stück weiterentwickeln‘, kommentierte Johan Victoire (gewann auch noch das letzte Rennen mit Werner Baltromeis Nat Flatman) nach diesem wichtigen Treffer auch für Erika Mäder, die diese Prüfung vor vielen Jahren einmal mit Takin an sich gebracht hatte.

Sasphee (Andreas Helfenbein) unterlag in allen Ehren, während Six Mile Bottom (Jozef Bojko) als Dritte schon deutlicher zurück folgte. Nur Vierte wurde Red Diva (Andrasch Starke), die sich ebensowenig steigern konnte wie Kick Hunter. ‚Er war unterwegs sehr ängstlich, hat die ganze Zeit geguckt und hat den Start wohl gebraucht‘, hieß es aus dem Schiergen-Umfeld zu dem Mitfavoriten.

Enorm viel Aufregung gab es vor dem Gästefahren, dem German Tote Traber Preis der Derby-Woche. Nach einem Zwischenfall bei Exquisit in der Startphase hatte sich Speed Car hatte sich seines Fahrers Werner Baltromei entledigt und umkurvte mehrere Male die Bahn. Nach dem gültigen Start und einem packenden Finish behielt Carola Ortlieb auf dem 111:10-Außenseiter Noble Magic hauchdünn die Oberhand gegen First Lad (Wilhelm Giedt) und Balou As (Michael Figge).

Allerdings hatte man sich mehr als eine halbe Stunde Verspätung eingehandelt, was wie die langen Pausen zwischen den Turf-Rennen von den Galopp-Fans schon als störend empfunden wurde.

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