Eine Chance auf Black Type wird vierjährigen und älteren Stuten, im Siemens-Rennen, dem Hanshin Cup am Samstag in Hamburg, eingeräumt, der im Vorjahr erstmals nach der heutigen Ausschreibung entschieden wurde und mit einer Überraschung endete.
Nicht die als klare Favoritin angetretene Engländerin Algarade hatte die Nase vorne, sondern die 136:10-Außenseiterin Lilia, die unter Jockey Jean-Pierre Carvalho außen unwiderstehlich das Feld aufgerollt und einen deutlichen Sechs-Längen-Sieg erzielt hatte. Besitzer Dr. Gerd Apel, ein Tierarzt aus Krefeld, weilte nicht einmal vor Ort, als sein größter Erfolg Wirklichkeit wurde.
Die aus der Pferd des kürzlich verstorbenen Heinz Pferdmenges stammende und im Gestüt Zoppenbroich aufgewachsene Stute zählt auch in diesem Jahr zu den Startern in einem Feld, das im Gegensatz zum letzten Jahr deutlich an Qualität und Quantität gewonnen hat.
Für die internationale Note sorgen mit Hot Fudge und Tubular Bells zwei Gäste aus Schweden bzw. Frankreich, die in der Heimat einen guten Ruf genießen. Die sechsjährige Hot Fudge schlägt sich seit Jahren mit der besten Klasse Skandinaviens herum, während Tubular Bells im Vorjahr bereits Platzierungen in Listen-Rennen erzielte, in jüngster Vergangenheit sogar in Gruppe-Rennen antrat, doch mit der Entscheidung nichts zu tun hatte.
Der Schritt zurück in das Listen-Rennen kann ein Schritt nach vorne sein, vertritt die Vierjährige doch den Stall des reisefreudigen Trainers Henri-Alex Pantall, der europaweit sämtliche Chancen auf Starts wahrnimmt und dies meist auch mit Erfolg tut.
Der Mann für derartige Einsätze ist Fabrice Veron, der in den letzten Wochen bessere Rennen für seinen Arbeitgeber in Schweden (Pramms Memorial mit Prince Fasliyev), Deutschland (Listen-Rennen in Frankfurt mit Big Monologue) und in der Schweiz (Derby mit Dubai Rose) gewann.
Die deutschen Hoffnungen sollten in erster Linie auf Goathemala, Daveron, Guantana und Salve Germania ruhen. Nicht zu vergessen natürlich Adolfina (Foto), der Trainer Wolfgang Figge Gruppe-Format attestiert und die im Zuge der großen Form, die den Münchener Stall auszeichnet, eine entscheidende Rolle spielen kann.
Als absoluter Neuling auf den hiesigen Bahnen stellt sich die von Christian von der Recke vorbereitete Lunduv vor, die im letzten Jahr auf den Bahnen Irlands acht Starts absolvierte, zweimal gewann und vier Platzierungen erreichte.
In diesem sensationellen 18er-Feld wird die Wettchance des Tages ausgespielt – es lohnt sich so richtig, denn die Garantie in der Viererwette beläuft sich auf 40.000 Euro inklusive eines dicken Jackpots.











