Wie im Vorjahr ist Aidan O’Briens George Washington (Foto) die europäische Hoffnung im Breeders´ Cup „Classic“, das aber traditionell eine Domäne der Amerikaner ist. Vor zwölf Monaten, damals dreijährig, belegte der oft etwas temperamentvolle Danehill-Sohn als Mitfavorit den sechsten Platz, war gar nicht einmal übermäßig weit geschlagen.
Obwohl keines der fünf Pferde, die damals vor ihm waren, diesmal wieder dabei ist, gilt der Vierjährige als Außenseiter. Nach seinem Comeback (offenbarte als Deckhengst Fruchtbarkeitsprobleme) knüpfte der Hengst zwar schnell an alte Klasse an, doch ein Sieg wollte ihm bislang noch nicht gelingen. Einen eindeutigen Favoriten gibt es für das wichtigste Rennen des Meetings nicht, am kürzesten notiert wird derzeit aber Todd Pletchers Lawyer Ron, der im Vorjahr aber nur Neunter war und seine größten Karriere-Flops just auf der geforderten 2000 Meter-Distanz hinlegte.
Der Vierjährige ist ein Frontrenner, der seine Gegner aus den Schuhen zu galoppieren weiß, manchmal aber auch etwas zu heftig ist. Curlin ist immerhin Sieger in den Preakness Stakes und war bei acht Starts fünfmal erfolgreich, zuletzt im Jockey Club Gold Invitational in Belmont Park, das er mit einem Hals gegen Lawyer Ron für sich entschied. Was gegen ihn spricht.
In Monmouth Park zeigte er als Dritter im Haskell Invitational seine schwächste Karriereleistung. Dort gewann Any Given Saturday, ein Dreijähriger, der Preakness und Belmont Stakes ausließ, sich aber zu einem der besten Pferde seines Jahrgangs entwickelte.
Er ist noch nie gegen die älteren angetreten, könnte aber brandgefährlich sein. Das gilt natürlich auch für den Kentucky-Derby-Sieger Street Sense, der auf optimaler Distanz antritt. Hard Spun ist ein weiteres Pferd, das gerne vorne geht. Wie Curlin nahm er an allen drei Triple Crown-Rennn teil, hatte somit bereits eine lange Saison.











