Gerade ist die DiGa-Gartenmesse, die an drei Tagen rund 15.000 Besucher anlockte, beendet, schon laufen die Vorbereitungen für das nächste Großereignis auf dem Rennplatz Iffezheim auf Hochtouren. Die Grosse Woche, das wichtigste Galopp-Meeting in Deutschland, steht vor der Tür. Am Samstag, den 26. August, wird um 14 Uhr das erste von insgesamt mehr als 50 Rennen an sechs Renntagen eingeläutet.
Der fliegende Wechsel ist ganz nach dem Geschmack von Wolfgang Stüber, Geschäftsführer des Internationalen Clubs: ‚Unser Ziel ist es, 40 Großveranstaltungen im Jahr auf dem Rennplatz Iffezheim zu haben.‘
Die Internationalen Galopprennen Baden-Baden seien ‚Kultveranstaltungen, die wir nach vorne entwickeln müssen‘. Der Fokus seiner Arbeit liege momentan aber auf der Vermarktung des gesamten Geländes. ‚Der Erfolg der DiGa-Gartenmesse trotz widriger Wetterbedingungen ist für mich ein Zeichen, dass es hier geht. Wir haben Anlagen hier, die alles möglich erscheinen lassen.‘
Die höhere Auslastung des Rennplatzes bedeutet für die Mitarbeiter des Internationalen Clubs eine besondere Herausforderung, denn zur Grosse Woche soll alles piccobello erscheinen, wie es für eine Veranstaltung mit hohem internationalem Renommee gehört.
Im Mittelpunkt steht da natürlich das Geläuf, über das während des Meetings mehr als 2.000 Pferdehufe donnern. Rennplatzverwalter Bodo Heitz und sein Team hatten alle Hände voll zu tun, um die Bahn nach dem Frühjahrs-Meeting, das Ende Mai endete, wieder in Schuss zu bekommen.
Erschwerend waren dabei die extremen Wetterbedingungen im Juni und Juli. ‚Seit dem Frühjahrs-Meeting mussten wir bis Anfang August den Rasen täglich viele Stunden lang bewässern‘, sagt Heitz.
‚Es wird immer schwieriger, das Geläuf zwischen Frühjahrs-Meeting und Grosser Woche in den Zustand zu bekommen, den man von uns erwartet und den wir von uns erwarten‘, so Heitz. Der Klimawandel sei nicht wegzudiskutieren. ‚Wir mussten ums Grün kämpfen.‘ In den ersten Augustwochen habe dann aber der Regen sehr geholfen, um den gewohnten ‚grünen Teppich‘ zu schaffen.
Regelmäßig misst Heitz mit dem Penetrometer den Zustand des Geläufs. Ziel ist ein Wert auf der Skala zwischen 4,1 und 4,4 – das bedeutet ‚Boden gut‘, der den meisten Rennpferden entgegenkommt. Die aktuellen Werte werden vor und während der Meetings auf der Website des Internationalen Clubs (www.baden-galopp.com) veröffentlicht.
Die Bewässerung ist aber nur Teil der Arbeit – das Geläuf wird tiefen gelockert und eingesandet, um den raschen Ablauf von Regenwasser zu gewährleisten. Vor dem Meeting gibt es einen letzten Schnitt – auf ca zehn Zentimeter Höhe.
Für die Sicherheit von Pferd und Reiter wurden in Kooperation mit dem Hamburger Rennverein rund 600 Meter zusätzliche Rails zur Begrenzung der Rennbahn ausgeliehen und montiert. ‚Weitere 600 Meter Rails haben wir in Eigenarbeit auf der Hindernisbahn angebracht‘, erklärt Heitz.
‚Die Vorbereitung für die Grosse Woche sind auf einem guten Stand‘, sagt der Rennplatzverwalter. Das große Fürstenberg-Bierzelt steht bereits, auch die Zelte im Gontard-Garten haben schon ihren Platz und die Fernseher zum Verfolgen des Renngeschehens sind aufgestellt.
Alles im Plan meldet auch Christian Simon, der für die Eventvermarktung im Internationalen Club zuständig ist. Denn die Grosse Woche wird in diesem Jahr erstmals mit einer Eröffnungsparty gefeiert.
Am Freitag, 25. August, um 19 Uhr geht es los: SWR-Moderator Frank Laufenberg wird zum Tanz auflegen, Jill Morris und Jan-Dirk sorgen für Live-Music und die ‚Ritter von Horb‘ bieten einen spektakulären Schwertkampf.
‚Die Party ist eine Premiere, wir wollen sehen wie das beim Publikum ankommt‘, sagt Simon. Vor dem Bierzelt wird eine überdachte Außenbühne aufgebaut, der Eingang (Eintritt fünf Euro) erfolgt über den Haupteingang gegenüber der Iffezheimer Freilufthalle. ‚Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter und eine gute Resonanz‘, so Simon. ‚Es wird eine zwanglose Zusammenkunft, um die Grosse Woche einzuläuten. Ganz unter dem Motto – keine Angst vor großen Hüten‘.











