Ein Comeback als Debut: Touch my Soul ist wieder da

An den 9. April werden sich Gregor Baum, Besitzer des Gestüts Brümmerhof, Trainer Peter Schiergen und Jockey Andrasch Starke nur sehr ungern erinnern. Damals bestritt Touch my Soul (Foto) als 14:10-Favoriten den Preis des Union-Gestüts, eine Listen-Prüfung in Köln. Schon der dritte Rang zu den beiden Ittlingerinnen Chantra und Princa kam einer Ernüchterung gleich.

Doch noch härter dürfte das Team getroffen haben, dass die Lady damals mit Nasenbluten aus dem Rennen kam. Schlagartig waren alle klassischen Pläne mit der Tiger Hill-Tochter, die als Zweijährige schnell ins Oberhaus der Stuten vorgestoßen war, hinfällig.

Aber der Mumm auf Touch my Soul ist keineswegs geringer geworden, wie ein Groß-Deal beweist. Ende Mai wurde die im Gestüt Burg Eberstein gezogene Pferdedame an das Team Valor verkauft, ein Besitzer-Konsortium aus den USA, das in Deutschland in den letzten Jahren schon sehr aktiv war.

Am Mittwoch steigt das mit Spannung erwartete Debut für die neuen Interessen, aber auch das Comeback von Touch my Soul im Preis der Spielbank Hamburg – Hamburger Stutenpreis, einem mit 50.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 1600 Metern in der Hansestadt.

Sieben Konkurrentinnen stellen sich der Dreijährigen in diesem ungemein interessanten Altersvergleich in den Weg. Von der älteren Garde wagt nur eine Doppelspitze aus dem Quartier von Andreas Löwe die Konfrontation mit dem Derby-Jahrgang. Directa (Adrie de Vries) löste eine leichte Aufgabe in adäquater Manier, während The Spring Flower (Carina Fey bekommt auch auf Gruppe-Ebene eine Chance) das Saisondebut überbieten muss.

Gefährlicher wirken da doch die anderen Dreijährigen. Wie Scoubidou (Jockey Gabriele Bietolini wird aus Italien eingeflogen), die zweijährig bereits zur Gruppesiegerin avancierte und zuletzt im Henkel Preis der Diana an der Distanz gescheitert sein könnte. Man schraubt nun deutlich zurück, wechselt auf eine sechshundert Meter kürzere Strecke.

Alle schlagen kann aber auch Hashbrown (Jean-Pierre Carvalho), die nach ihrem ausgezeichneten vierten Platz in den Guineas auch zuletzt in Frankfurt ihren gefürchteten Speed zeigte, doch nach einem alles andere als günstigen Rennverlauf nur noch auf Platz zwei vorstieß. Dicht bei ihr landeten Laeya Star (wieder mit Andre Best) und die Fährhoferin Praia (Eduardo Pedroza), die ebenfalls weit vorne sein können.

Nicht unterschätzen darf man sicherlich die Park Wiedingerin Waky Love (Andreas Helfenbein), die den Sprung auf gehobenes Parkett in Iffezheim als Fünfte schon bewältigte, zumal ihr damaliger Reiter im Endkampf den Stock verlor.

Zu den acht Prüfungen am Mittwoch in Hamburg kommt noch ein Rennen für Polo-Pferde hinzu. Neben dem Ausgleich II lockt auch wieder eine Wettchance des Tages (im siebten Rennen) mit einer Garantie-Auszahlung von 10.000 Euro.

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