Neben dem Deutschen Derby und einem Ausgleich I sind die beiden Auktionsrennen am Sonntag auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn schon die interessantesten Rennen. Jeweils 52.000 Euro stehen über den Prüfungen für die Dreijährigen und jedes Mal finden sich starke Pferde im Aufgebot ein.
Im Hapag Lloyd-Kreuzfahrten-Rennen-BBAG-Meiler-Auktionsrennen sind elf Starter zusammen gekommen. Manuela Sohl hat seit Jahren immer wieder überaus talentierte Pferde im Training, in dieser Prüfung ist sie mit Ever Strong vertreten. Und der Lomitas-Sohn aus der Zucht von Hannes Gutschow hat wahrlich noch nicht viel verkehrt gemacht (Zum Langzeitmarkt).
In Baden-Baden siegte er als Dreijähriger im Ausgleich auch gegen ältere Pferde, was schon enorm viel Wert ist. Weiterhin hatte er zuvor in Düsseldorf gegen Altersgefährten gewonnen und sein Jockey Andreas Suborics war voll des Lobes nach dem Treffer am Grafenberg. „Aus ihm wird bestimmt ein richtig Guter“, sagte der gebürtige Österreicher bei der Siegerehrung.
Am Sonntag kann der Wöhler-Schützling zeigen, dass er sich noch weiter entwickelt hat, denn das Hamburger Auktionsrennen ist in der Regel sehr stark besetzt. Im Vorjahr war Besitzerin Manuela Sohl schon ganz nah am Sieg dran.
Damals duellierte sich Empire Storm – im Übrigen der ein Jahr ältere Bruder zu Ever Strong – am Ende mit dem Bolte-Galopper Sir Oscar und zog knapp den Kürzeren.
Eduardo Pedroza ist im Sattel von Ever Strong zu sehen, einige interessante Kandidaten stellen sich ihm in den Weg. Eigelstein wäre da zu nennen. Der Ebbesloher zog sich in Frankreich als Vierter zuletzt gut aus der Affäre, sollte auch in diesem Meilenrennen durchaus seine Chancen besitzen. Peter Schiergens Stalljockey Andrasch Starke hat den Ritt.
Zuletzt zwei Mal in München siegte der Röttgener Dragoslav, der mit seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende sein muss. Der Green Desert-Sohn aus dem Quartier von Waldemar Hickst ist mit Alexander Pietsch engagiert, könnte zum Zünglein an der Waage avancieren. Auch Summernight Sky und Savannah Blue, die im unteren Gewichtsbereich angesiedelt sind, haben Chancen.
Die Ladies überzeugten beide zuletzt, kommen mit frischer und sicher nicht zu verkennender Form an den Ablauf. Beide haben teils große Gewichtsvorteile und sind durchaus weit vorne vorstellbar. Manfred Hofers Bolero hat in Frankreich schon gewonnen, auch das ist eine nicht zu übersehende Empfehlung. Ein offenen Auktionsrennen, in dem es bestimmt richtig zur Sache gehen wird. Denn schließlich geht es um viel Geld.








