„Der Tag geht… Ed Walker kommt“, so titelte die „Sport-Welt“ in ihrer Mittwochausgabe. Und Ed Walker kam. Mit der für Pak Kwan Siu trainierten Indian Blessing entführte der Brite am Mittwoch in Hamburg nur wenige Wochen nach der Badener Meile auch den Sparkasse Holstein-Cup (55.000 Euro) der Gruppe III über die Meile auf die Insel. Schon in Iffezheim waren die Farben von Hong Kong-Besitzer Pak Kwan Siu durch Stormy Antarctic erfolgreich gewesen. Jetzt also Indian Blessing.
Unter dem französischen Globetrotter Gerald Mosse sah man die vierjährige Sepoy-Tochter zunächst im Hintertreffen, während Jean-Pierre Carvalhos Indah vorne den Takt bestimmte. Offensichtlich hatte sich das Team der späteren Siegerin Peter Schiergens Binti Al Nar als Führpferd ausgeguckt. Ein Plan der voll aufging. Die Areion-Stute führte die favorisierte Indian Blessing bis ins erste Drittel der Zielgeraden. Dort brachte Mosse die Britin weiter außen auf freie Bahn und Indian Blessing (40:10) fand direkt den höheren Gang. Zwar versuchte Andrasch Starke auf der dritten Favoritin Binti Al Nar noch alles, doch an die Walker-Stute kam auch er nicht mehr heran. Im Gegenteil: für das zweite Geld musste der aktuell in Statistik führende Starke alles geben. Letztlich verwies er Hans-Jürgen Gröschels Cabarita unter Carlos Henrique knapp auf den Bronzerang. Die Stewards überprüften den Ausgng noch auf den Plätzen, beließen es aber bei der ursprünglichen Reihenfolge.
„Die Stimmung hier ist super, der Boden hier ist super“, lobte Siegjockey Mosse die äußeren Bedingungen auf der Derbybahn. „Ich habe das Pferd in der Arbeit geritten und war angenehm überrascht von ihr. Ich wurde gefragt, ob sie gut genug ist für Deutschland und ich habe gesagt, dass das in Ordnung geht. Sie braucht ein schnelles Rennen und das hat sie heute bekommen“, sagte der Franzose über die Listensiegerin, die in diesem Jahr u.a. Dritte in den Charm Spirit Dahlia Stakes wurde.













