Dreijährige gegen ältere Stuten hieß es am Sonntag im zur Gruppe III zählenden Großen Preis des Gestüt Fährhof (Herbst Stuten Preis) über 2200 Meter. Dabei war das mit 55.000 Euro dotierten Examen im Vorfeld eine völlig offene Angelegenheit. Lediglich Early Morning und Damour notierten am Toto dreistellig. Aber genau diese Early Morning (135:10) gewann schließlich das Rennen nach einem Klasse-Ritt von Filip Minarik.
Die von Dr. Andreas Bolte trainierte und in seinem Mitbesitz stehende sechsjährige Mamool-Tochter (der andere Besitzer ist Ralf Nicolay) sah man zuletzt auf der Dortmunder Sandbahn, wo sie nach einer verletzungsbedingten Pause einen Aufbaustart leicht gewann – und jetzt der Gruppe-Sieg. Was für eine Geschichte. Filip Minarik wartete auf seiner Partnerin lange auf seine Chance, die sich dann im Einlauf bot. Ganz außen wurde Early Morning immer stärker. Zwar war es eng zwischen den Rails und den Pferden, aber Minarik fand die Passage und „drückte“ die Mamool-Tochter vorbei und zu einemn knappen Sieg über die stark laufende Favoritin Virginia Sun aus dem Rennstall von Jens-Hirschberger und Andreas Wöhlers North Mum, die ebenfalls lange alle Chancen besaß (Zum Video). Kampf – Kopf – Kopf lautete der Richterspruch für den Einlauf. „Ich hatte schon erwartet, dass sie unter die ersten Drei läuft“, gab Andreas Bolte zu Protokoll. „Die Stute hatte sich toll angeboten“, so der Siegtrainer weiter. „Es wäre schön gewesen, wenn sich Virgina Sun mit einem Sieg in die Zucht verabschiedet hätte“, sagte Jens Hirschberger, der mit dem Laufen seiner Stute sehr zufrieden war.
Unglücklich verlief das Rennen für die mitfavorisierte Techno Queen, die schon kurz nach dem Start von ihrem Reiter Norman Richter angehalten werden musste. Die Manduro-Tochter hatte sich in der Maschine gezerrt. Für Filip Minarik war es bereits der dritte Sieg an diesem Tag, nachdem er auf Wild Approach erfolgreich war (s. Extratext) und eine halbe Stunde vor dem Gruppe-Sieg Waldemar Hickst‘ Nura (67:10) zum Erfolg rittt.











