Dzubasz-Lady Vanjura und Figges Chica Loca in Deauville

Der Prix Rothschild am Sonntag im französischen Luxus-Seebad Deauville ist eines der absoluten Stuten-Highlights des Sommers im internationalen Turf. Im Jahr 2011 wird die Angelegenheit auch eine deutsche Komponente beinhalten, denn Roland Dzubaszs Ausnahmestute Vanjura ist im 300.000-Euro-Event über die Meile dabei.

Die vierjährige Areion-Tochter aus dem Besitz und der Zucht des Berliners Matthias Barth ist bekanntlich ein Muster an Beständigkeit und liefert bei jedem Auftritt Topleistungen ab. So geschehen zuletzt in Bremen, als sie den Walther J. Jacobs-Stutenpreis unter Alexander Pietsch gewann und bereits ihren dritten Gruppe-Treffer landete.

Natürlich wird ein weiterer Sprung von der Klasselady verlangt, denn zwischen einem Gruppe-III-Rennen in Bremen und diesem absoluten Meilenhighlight des Sommers an der französischen Atlantikküste liegt schon einiges (Zum Langzeitmarkt).

Doch dessen ist sich auch Matthias Barth bewusst, denn mit Gebrüder Wertheimers Goldikova geht nicht nur die Vorjahressiegerin (siegte auch in den Jahren 2009 und 2008) wieder am Start, sondern auch die alles beherrschende Stute der letzten Jahre im internationalen Turf über 1600 Meter und dreizehnfache Gruppe-I-Siegerin.

„Wir wissen, dass es eine ganz schwere Aufgabe wird, denn es wird mit Sicherheit ein Klassefeld an den Start gehen. Aber Vanjura hat sich in diesem Jahr von Start zu Start verbessert und irgendwann muss man auch einmal Farbe bekennen“, sagt Matthias Barth, der vorsichtig optimistisch in die Top-Prüfung geht.

Natürlich ist die von Freddy Head trainierte Anabaa-Tochter Goldikova das Maß aller Dinge im Prix Rothschild, der acht Kandidaten umfasst. Goldikova wird wie schon zuletzt von ihrer neuen Pacemakerin Flash Dance begleitet werden, so dass Olivier Peslier – der ständige Jockey von Goldikova und Privatjockey der Gebrüder Wertheimer – mit Sicherheit eine stramme Pace vorfinden wird.

„Goldikova hat nach ihrem Sieg in Ascot eine kleine Auszeit gehabt, ist jetzt aber schon wieder topfit und bereit für den Sonntag“, sagte Head am Donnerstag.

Auch die aktuelle Gruppe-I-Siegerin Timepiece (Falmouth Stakes) wird für Prinz Khalid Abdullah an den Ablauf kommen. Trainer der Vierjährigen ist Sir Henry Cecil, der Jockey Tom Queally. Und genau diese Kombination war noch unter der Woche mit Europas aktuell bestem Rennpferd Frankel in so überragender Art und Weise in Goodwood erfolgreich.

Rodolphe Collets Sahpresa könnte sich ebenfalls als eine starke Rivalin erweisen. Als Favoritin in den Falmouth Stakes angetreten, musste sie sich zwar Timepiece beugen, doch ist eine Formumkehr alles andere als aus der Welt. Vor allem, da man sich dieses Mal wieder auf französischem Terrain trifft und der Rennverlauf Sahpresa am Sonntag besser passen könnte.

Der Prix de Cabourg für die Zweijährigen ist Anlaufstation von Michael Figges Badener Jugend-Preis-Siegerin Chica Loca, die unter Maxime Guyon ins Rennen geht, und Dabirsim, einem ungeschlagenen Youngster aus dem Besitz von Buchmacher Simon Springer, der in La Teste zweimal in überragender Manier gewann. Erika Hilgers Stute Ponte Vespucci startet ebenfalls in dieser Prüfung, in der acht Pferde an den Start kommen sollen (Zum Langzeitmarkt).

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