War das spannend. Der Prix de l’Arc de Triomphe hielt das, war er versprach. Spannung pur. Und zwar bis zum Pfosten. An diesem hatte Dylan Thomas den Kopf vorne. Dahinter wuchs der Europa Preis-Sieger Youmzain über sich hinaus.
Dann folgte Außenseiter Sagara. Und dann schon eine von zwei Deutschland-Hoffnungen. Allerdings war das nicht, wie von vielen erwartet Saddex, sondern Getaway.
Und wo landete Saddex? Platz sechs für den vierjährigen Sadler’s Wells-Sohn. „Er hat sich ordentlich verkauft“, resumierte Trainer Peter Rau unmittelbar nach der Gruppe I-Prüfung. Unter Torsten Mundry hatte Saddex ein Traum-Rennen, galoppierte stets in der Spitzengruppe mit, um 600 Meter vor dem Ziel zum Angriff zu schreiten.
Doch der entscheidende sechste Gang fehlte in dieser Klasse dann einfach doch. „Unterwegs war alles passend, aber am Ende stand er“, so Torsten Mundry, der die 220:10-Chance ritt und sich mit einem Auftritt in Longchamp im Arc einen Lebenstraum erfüllte.
„Es ist natürlich schade, dass er nicht Dritter war, er ist aber trotzdem riesig gelaufen“, fasste Georg Baron von Ullmann den vierten Platz von 270:10-Außenseiter Getaway zusammen. „Herr Fabre hat uns gesagt, wir bräuchten uns keine Sorgen machen und hätten mit ihm für 2008 einen neuen Shirocco.“
Der 86. Arc wurde zum ersten Arc-Sieg von Aidan O’Brien. „Er ist ein fantastisches Pferd, hat gigantisch gekämpft, und ich muss ein Lob an mein gesamtes Team aussprechen“, so der irische Star-Trainer nach dem mit 1.142.800 Euro dotierten Triumph im Bois du Boulogne.
Bis dieser offiziell wurde, musste der 38-jährige allerdings richtig schwitzen. Die Rennleitung überprüfte den Ausgang des mit zwei Millionen Euro dotierten Rennens 35 Minuten! Im Einlauf war der Danehill-Sohn, der seine Gewinnsumme auf knapp 5 Millionen Euro schraubte, unter Kieren Fallon nicht ganz gerade geblieben, behinderte den, allerdings chancenlosen, Zambezi Sun sowie Stallgefährten Soldier of Fortune.
„Dylan Thomas ist ein absolutes Ausnahmepferd, der Beste, den ich je unter mir hatte. Ich hatte nur ein wenig Bedenken wegen des Bodens. Aber Aidan hat mich beruhigt und mir gesagt, dass er daran nicht scheitern wird, es schon abgetrocknet genug wäre. Er hat toll gekämpft“, so Fallon nach dem Arc-Sieg.
Am Toto in Longchamp zahlte Dylan Thomas 71:10, auf die Stallwette zusammen mit Soldier of Fortune (wurde Fünfter) gab es 35:10. Der klare Favorit des Rennens war Authorized gewesen, doch konnte dieser aus hinteren Regionen nie zulegen und landete noch hinter Saddex auf Platz zehn.












