Unverhofft kommt oft. Einige Nachnennungen werten den BMW Preis Düsseldorf am Samstag auf dem Grafenberg weiter auf. Wiesenpfad (Adrie de Vries) aus dem Stall von Waldemar Hickst (Foto), Willingly (Torsten Mundry) und die allerdings wohl überforderte Hunting Girl (Andre Best) erhielten spät noch eine Startberechtigung.
Im achtköpfigen Feld sind natürlich auch die beiden Schlenderhaner Idealist (Norman Richter) und Imonso (Terry Hellier) Anwärter auf einen Platz weit vorne. Dass sich der Stalljockey für Imonso entschied, dürfte ein klarer Hinweis sein. Mit einem Ehrenplatz auf dieser Ebene im April startete der Monsun-Sohn vielversprechend in die Saison, doch seither sah man ihn nicht mehr an der Öffentlichkeit.
Gerade bei einem Erfolgsquartier wie dem von Jens Hirschberger sollte das aber kaum ein Problem darstellen. Sogar überhaupt noch nicht an der Öffentlichkeit war in diesem Jahr Idealist, ein hochveranlagter Tiger Hill-Sohn, der allerdings immer wieder Kunstpausen einlegen muss. Mehr als drei Auftritte hat der Hengst bislang noch in keiner Saison absolviert.
In einem Rennen mit vielen Fragezeichen muss Mannico (Andreas Suborics) einiges gutmachen, denn in einem deutlich schwächer besetzten Altersgewichtsrennen in Köln blieb er nach einem alles andere als günstigen Rennen unter Wert geschlagen.
Einziger Vertreter des Derby-Jahrgangs ist der Ammerländer Alaska River (Andrasch Starke), der sich beim Gruppe-Debut in Frankfurt als Vierter nicht übel hielt, nur unweit geschlagen war. Alleins schon die überragende Form von Trainer Peter Schiergen und Stalljockey Andrasch Starke wird dem Hengst viele Anhänger bescheren.
Eine internationale Note bringt der Tscheche Simply Exchange (Eduardo Pedroza) ins Spiel, der sich schon im BMW Sachsenpreis als Vierter vorzüglich schlug.
Neun Rennen umfasst die Karte auf dem Grafenberg, wo man auch einen Ausgleich II und eine Prüfung für den jüngsten Jahrgang offeriert, die sogar sehr ordentlich bestückt ist. Mangels großer Starterfelder muss man allerdings auf eine „Wettchance des Tages“ verzichten.
Sein Stern ist so richtig aufgegangen: Rene Piechulek, bei Christian von der Recke in Weilerswist beschäftiger Nachwuchsreiter, belebt die Szene. Bei 81 Ritten gelangen dem 20-jährigen 17 Siege und 30 Platzierungen. Auch in Magdeburg bekommt er am Samstag eine Reihe von Chancen.
Im Ausgleich III über 1800 Meter, der im Mittelpunkt der acht Rennen steht, steuert er den treuen Askant. Vielleicht verhilft ausgerechnet der junge Reiter dem betagten, aber stets leistungsbereiten Wallach wieder zu einem Volltreffer. Seine Marke müsste er eigentlich locker können.











