D?sseldorf: Ein Winterfavorit der ganz besonderen Art

Bedingt durch die unsägliche Pferdeseuche in Köln kommen die Besucher der Düsseldorfer Galopprennen in den Genuss eines weiteren Renntages auf dem Grafenberg. Ursprünglich wäre am letzten Sonntag mit dem 92. Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf Schluss gewesen. So gibt es mit dem Preis des Winterfavoriten eine ungeplante Zugabe.

Das wichtigste Zweijährigen-Rennen der Saison ist mit 155.000 Euro dotiert und führt über 1600 Meter. In der Geschichte des Winterfavoriten konnten die Sieger teilweise später Rennsportgeschichte schreiben. Man erinnere nur an solche Klassepferde wie z.B. Cagliostro, Esclavo, Lagunas, Lirung, Zampano, Turfkönig, Lavirco, Sumitas, Manduro und Precious Boy, die teilweise ein Jahr später auch im Deutschen Derby in Hamburg auftrumpfen konnten (Zum Langzeitmarkt).

Die diesjährige Auflage erscheint sehr offen. Da ist natürlich das Duell zwischen Daktani und Empire Hurricane zu erwähnen. Beide trafen sich bereits zweimal hier auf dem Grafenberg und zweimal war der Röttgener, wenn auch nur knapp, vor dem Wöhler-Schützling. Allerdings beim Debüt der Youngster wurde der Sieger Empire Hurricane wegen Behinderung hinter Daktani und Anatol Artist auf den dritten Platz gesetzt. Stalljockey Eddie Pedroza hat sich für Empire Hurricane und gegen Mauriac entschieden. Die Wahl dürfte ihm allerdings nicht leicht gefallen sein, denn der zweijährige Hengst des Stalles Kaiserberg überzeugte als Vierter im Zukunfts-Rennen vollauf.

Doppeltes Geschütz kommt aus München nach Düsseldorf. Der überaus erfolgreiche Michael Figge ist mit Superplex und Wildheart aus dem Rennstall Eivissa durchaus chancenreich vertreten. Superplex gewann als großer Außenseiter auf weicher Bahn in Maisons-Laffitte in überzeugendem Stil, während Wildheart in Baden-Baden gegen den klaren Favoriten Royal Fox auf den letzten Metern doch noch gewinnen konnte.

Keineswegs zu unterschätzen ist der Berliner Gast Limario, der nach seinem guten Debüt in Köln gegen nicht zu unterschätzende Konkurrenz in zukunftsweisendem Stil gewann. Noch sieglos ist dagegen Maurice, der bei seinem ersten Start im Leben in Krefeld nur hauchdünn verlor, dann aber in den beiden Auktionsrennen von Köln und Dortmund erste Grenzen bekennen musste.

Einziger Gast aus dem Ausland ist Tres Blue mit Maxime Guyon, der bei seinem einzigen Start in Longchamp nur an einem Hengst des Aga Khan scheiterte, der später auf Gruppeparkett platziert war. Besitzer des Anabaa Blue-Sohnes ist Horst Rapp. Sein Trainer Henri-Alex Pantall konnte auf unseren Bahnen in diesem Jahr schon fünf Sieger in besseren Prüfungen stellen.

Die deutschen Trainer sind also vorgewarnt. Eine interessante Elle ergibt sich insofern zu Superplex, denn der Gast aus München gewann gegen Solow aus dem Stall von Freddy Head, der zuvor einen Platz hinter Tres Blue einkam.

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