D?sseldorf-Duell in Rom: Flori und Estejo im ‚Presidente‘

Der eine sollte schon einmal die Konfrontation mit den Gegnern suchen, die dann doch nicht stattfand, der andere wird zum ersten Mal in der laufenden Saison an den Start gebracht. Gemeint sind Prince Flori (Foto), der am Montag, 4. Mai, im Prix d‘ Hedouville, einem über 2400 Meter führenden und mit 80.000 Euro dotierten Gruppe-III-Rennen aufgeboten werden sollte, sich aber zum zweiten Mal vor einem französischen Rennen nicht in die Startbox führen ließ, worauf das Aus des Starters erfolgte, und Estejo, der Sensationssieger vom letztjährigen Premio Roma, einem Gruppe-I-Rennen.

An die Stätte dessen größten Erfolgs führt der Weg der beiden auf dem Düsseldorfer Grafenberg trainierten Hengste, denen man mit dem Premio Presidente Repubblica eine Prüfung der höchsten Kategorie ausgesucht hat. Vierjährige und Ältere sind zugelassen zu der Gruppe-I-Prüfung, die eine Dotierung von 297.000 Euro aufweist und über 2000 Meter führt.

Ein wesentlicher Grund, weshalb Trainer Sascha Smrczek den von ihm betreuten Prince Flori („Lando-Nachkommen werden im Alter nicht schlechter“) auf der Capannelle Bahn auch aufbietet, denn er sieht in den 2000 Metern die Idealdistanz für seinen Crack auf Gruppe-I-Ebene. Anders als in Frankreich, wo selbst eine Petition des Direktoriums den Trainer das Pferd nicht in die Startbox führen ließ, kann er in Rom seinen Schützling am Start betreuen. „Nach dem neuerlichen Pech in Frankreich ist Prince Flori am nächsten Morgen in Düsseldorf wieder anstandslos in die Boxe marschiert.

Wir haben das mehrere Male geübt, es gab nie Probleme“, blickt der Trainer zurück, der Henk Grewe den Ritt anvertraut. Die Reise nach Rom wird Prince Flori, der in Meran eine Zwischenstation einlegen wird, ebenso am Donnerstag antreten wie der von Rolf Rohne zum Gruppe-I-Sieger geformte Estejo, „der nach der langen Winterpause noch nicht bei einhundert Prozent ist, aber gut gearbeitet hat“, wie der Trainer erklärte.

Aller Voraussicht nach wird Max Tellini im Sattel des Hengstes sitzen, dem der Trainer durchaus zutraut, in die Platzierung zu laufen, zumal Pressing und Court Canibal, zwei hoch gehandelte Kandidaten, bereits gestrichen wurden. Auf Grund der zuletzt herrschenden hohen Temperaturen ist mit festem, zumindest gutem Boden zu rechnen. Vom Abschneiden am Sonntag werden auch künftige Einsätze von Estejo abhängig gemacht.

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