Natürlich stand auch am Sonntag der Derbyjahrgang wieder unter besonderer Beobachtung. In Krefeld, Hoppegarten und München standen insgesamt sieben Prüfungen für die Dreijährigen auf dem Programm. Den Anfang machte dabei der Stadtwald. Im ersten Krefelder Rennen über die Distanz von 1400 Meter für Stuten trafen sich sechs Ladys am Start.
Den Takt bestimmte lange die von Dominik Moser trainierte Amelie Beat. In ihrem Fahrwasser sah man bis in den Einlauf die spätere Siegerin Modina (32:10). Die von Uwe Ostmann für das Gestüt Auenquelle trainierte Call me Big-Tochter steigerte sich eingangs der Zielgerade und konnte sich Mitte des Einlaufs mit Frederik Tylicki endgültig freimachen.
Auf Platz zwei folgte Winning Baby (Fr.N.Bach/A.de Vries) vor Prima Danon (N.Sauer/N.Richter), die aus dem hinteren Feld noch mächtig auf Touren kam. Modina besitzt keine Nennungen für ein größeres Rennen. ‚Deshalb wissen wir auch nicht genau wie es mit ihr weiter gehen wird‘, so Ostamnn.
Über die 2050 Meter gab es einen Endkampf zweier Pferde mit dem besseren Ende für den Totofavoriten Russian Song (24:10) mit Steuermann Eduardo Pedroza. Der von Andreas Wöhler trainierte Singspiel-Sohn setzte sich im Einlauf gemeinsam mit Salon Soldier (P.Schiergen/A.Starke) ab und konnte gegenüber dem Asterblüte-Vertreter die größeren Reserven im Finish mobilisieren.
Unzufrieden war der Asterblüte-Coach nach dem Rennen nicht, wird aber mit Salon Soldier erst einmal weiter in der Maidenklasse antreten. ‚Russian Song wird nach Baden-Baden ins Derby Trial auf Listenebene gehen‘, erklärte Andreas Wöhler nach dem Rennen.
Auch zum Riemer Auftakt kamen die Dreijährigen an den Ablauf. Über die Meile ließen sich sechs Kandidaten prüfen. Am Toto sah man Waldemar Hicksts‘ Astra in der Rolle der Favoritin. Doch am Ende gabe es eine Überraschung. Zunächst bestimmte Florenz (W.Glanz/D.Probert) das Tempo. Astra (K.Kerekes) wurde etwas zurückhaltend geritten und hielt sich im Mittelfeld auf.
Auf der Zielgeraden ging die Soldier Hollow-Tochter nach außen und hielt sich gegen Florenz schadlos und schien den Sieg einfahren zu können. Wäre da nicht an der Innenseite der von Wilfried Kujath trainierte Debütant Proud Citizen gewesen, der sich mit tollem Kampfgeist gegen Astra durchsetzen konnte. Am Toto gab es auf den Erfolg des Martillo-Sohnes 119:10. Einen Zwischenfall gab es beim Duo Cinderella und Martin Seidl, der die Bügel verlor, sich aber im Sattel halten konnte, aber natürlich nicht mehr um den Sieg mitritt.
Die zweite Riemer Dreijährigen-Prüfung sicherte sich die von Peter Schiergen trainierte trainierte Seven Shares unter Dennis Schiergen. Auf Rang zwei folgte Secessio vor Agosto.
Gleich drei Prüfungen für den Jahrgang 2009 bot Hoppegarten am Sonntag an. Im ersten Rennen über 1600 Meter siegte in ganz überlegener Manier die Lokalmatadorin Lady Jacamira (29:10) aus dem Quartier von Roland Dzubasz. Schon früh drückte die Lord of England-Tochter unter Johan Victoire auf das Tempo, brachte früh zwei Längen zwischen sich und den Rest des Feldes. An der 500 Meter-Marke konnte sie sich endgültig frei machen.
Schnell wuchs der Vorteil auf sechs/sieben Längen an. 200 Meter vor dem Ziel blickte sich Victoire um und ritt souverän bis ins Ziel. Die Favoritin Labbezanga (P.Schiergen/F.Minarik) konnte im Endkampf nicht zulegen und blieb blass. Auf Rang zwei kam Blazing Star (H.-J.Gröschel/V.Schulepov) über die Linie. Dritte wurde Wonderful Pearl (Mar.Hofer/Fr.St.Hofer). ‚Sie ist nicht die Spritzigste‘, so Dzubasz. ‚Sie sollte ihr Rennen selbst machen und das tat sie. Wahrscheinlich geht sie nun ins Bremer Auktionsrennen.‘
Einen weiteren Sieg für Champion Andreas Wöhler (Foto) gab es in der zweiten Hoppegartener Prüfung über 2000 Meter. Der Kallisto-Sohn Andolini siegte unter Jozef Bojko gegen Wasimah (H.-J.Gröschel/W.Panov). Dabei schien es 100 Meter vor dem Ziel, als könne sich die Gröschel-Vertreterin durchsetzten.
Doch Andolini zeigte Kämpferherz und konnte noch ein Mal zulegen und ist ein weiteres Indiz dafür, dass Wöhlers Dreijährige in einem Top-Zustand zu sein scheinen. ‚Er hat den guten Ruf, den er im Stall besitzt bestätigt und ist auch eine Hoffnung fürs Derby‘, so Wöhler. ‚Er ist ein richtiger Steher und geht immer weiter‘, ist auch Jozef Bojko von den Qualitäten des Pferdes überzeugt, für das es jetzt wohl ins Münchener Grupperennen gehen wird.
Im dritten Rennen kamen elf Stuten über 1800 Meter zu ihrem Debüt und Dzubasz/Victoire zu ihrem zweiten Tagessieg. Mit der Auenquellerin Rila (59:10) siegte der Franzose vor der Favoritin Motion of Power (Mar.Hofer/Fr.St.Hofer), die erst spät auf Touren kam und die Siegerin nicht mehr abfangen konnte.












