Die Dreijährigen des Gestüts Schlenderhan haben unverändert einen riesigen Lauf. Auch in Hannover gewann ein solcher. Es war der Tertullian-Sohn Arlington, der unter Stalljockey Adrie de Vries auch als 33:10-Favorit ins Rennen gegangen war.
Gegenüber seinem Debüt in Düsseldorf, bei dem er auch schon stark gewettet, aber nur Fünfter geworden war, zeigte sich der Hengst auf dem weiteren Weg verbessert und kam leicht gegen den Röttgener Wellisto und den Ebbesloher Amirant zum Zuge.
Zuvor hatte die von Andreas Löwe für den Rennstall Directa trainierte Dai Jin-Schwester Directa Princess das Stutenrennen über 2200 Meter im Stile einer Steherin gewonnen, denn erst ganz zuletzt packte die Dubai Destination-Tochter unter Andreas Helfenbein noch so richtig an, sodass für die Wittekindshoferin Sword Style, die bereits wie die Siegerin ausgesehen hatte, nur der zweite Platz blieb. Rang drei ging an die Evershorsterin Leopardin.
Im dritten Dreijährigen-Rennen auf der Neuen Bult dürfte man nicht ganz so gute Pferde gesehen haben. Die Meilenprüfung für die Stuten sicherte sich die Harzburgerin Dariya aus dem Stall von Sascha Smrczek, die gegen Anna Moheba und Mambo Lady unter Adrie de Vries bereits früh in Sicherheit war.
Die Dreijährigenrennen im Krefelder Stadtwald standen ganz im Zeichen des Lokalmatdors Mario Hofer, denn der Österreicher stellte beide Sieger.
Zunächst kam die Stute My Step auch unter Höchstgewicht beim zweiten Saisonstart zu ihrem zweiten Saisonsieg, als sie als 17:10-Favoritin Sabbataios und Red Cat souverän auf die Plätze verwies. Mit der Stute zielt ihre Umgebung jetzt auf Black Type.
Später war es dann der Trainingsgefährte Le Peintre (Foto), der im Rennen über 2200 Meter seinen Münchener Start, bei dem er sich in der Startbox verletzt hatte, vergessen machte, als er sich unter Terry Hellier gegen Rosello behaupten konnte, hinter dem Stainless Steel Dritter wurde.
Allerdings musste der Peintre Celebre-Sohn mehr tun, als ihm lieb war, um den nie nachlassenden Rosello knapp mit einem Kopf auf Distanz zu halten. Der Favorit Araldo war kurz vor dem Rennen aufgrund des schnellen Bodens abgemeldet worden und nach einem Fehlstart wurde auch Lord of House, der sich leichte Schürfwunden zugezogen hatte, zusätzlich Nichstarter. Der 17:10-Favorit Bachus Danon aus dem Hickst-Stall hatte keine Chance und wurde nur Vierter.
‚Le Peintre hat sich bei vier Starts bereits zwei Mal in der Box verletzt, daher stand heute im Vordergrund, dass er überhaupt in die Startmaschine einrückt und wieder etwas Vertrauen bekommt. Ich hoffe, dass das nächstes Mal besser klappt. Wenn der Boden in Iffezheim weicher wird, ist das Derby-Trial in Baden-Baden sein nächstes Ziel‘, so Besitzer Lars-Wilhelm Baumgarten nach dem Sieg des Peintre Celebre-Sohnes, der am Krefeld-Toto 21:10 auf Sieg und 27:10 (!) auf Platz bezahlte.
Einen richtig guten Dreijährigen sah man später im Ausgleich III über 2050 Meter, denn der von Andreas Wöhler für das Gestüt Ravensberg trainierte Dubawi-Sohn Waldpark canterte als 14:10-Favorit unter Jozef Bojko gegen seine acht Gegner.
Völlig überlegen stiefelte der somit nach zwei Starts noch ungeschlagene Hengst nach Hause. Das war mit einem GAG von 77 Kilo um diese Jahreszeit eine erstklassige Vorstellung des Ravensbergers, dessen Derby-Kurs bei RaceBets.com auch prompt von 250 auf 120:10 purzelte.










