Ihm eilte ein Ruf wie Donnerhall voraus. Und diesen bestätigte der Fährhofer Quamun am Sonntag in Hannover auch vollauf. Dabei hatte am Toto überraschend sogar der Asterblüte-Hengst Precioso das größere Vertrauen gefunden, notierte 19:10, während es auf den Wöhler (Foto)-Schützling 21:10 gab. Doch das hinderte den Monsun-Sohn nicht an einem spektakulären Debütsieg. Als Precioso zu Beginn der Zielgeraden das Kommando übernommen hatte, war innerhalb weniger Galoppsprünge auch Quamun zur Stelle und mit einer beeindruckenden Aktion schnell an dem Schiergen-Schützling vorbei (Video ansehen).
Im Ziel hatte der von Eddie Pedroza gerittene Fährhofer einen Vorteil von vier Längen, von Precioso bis zum Dritten Mr Millionaire war es dann der gleiche Abstand.
‚Ich bin positiv überrascht. ich hatte geglaubt, er können den Start noch brauchen. dass er schon soweit ist, hatte ich noch nicht gedacht‘, sagte Andreas Wöhler nach dem Rennen über den Sieger, der nun mehrere Startoptionen hat.
Viel Eindruck machte auch in Köln ein Debütant. Der von Uwe Ostmann an den Start geschickte Auenqueller Oriental Lion setzte sich unter Pascal Jonathan Werning im Rennen über 2200 Meter leicht gegen die beiden Stuten Night of Magic und Andrea durch, während der Favorit Baltic Baron als Siebter enttäuschte (Video ansehen).
‚Er ist etwas schwierig an der Startstelle. Da Pascal Werning sich im Training viel Mühe mit ihm gemacht hat, hat er ihn auch im Rennen geritten. Er hat Nennungen im Union-Rennen und im Derby, soll vorher aber noch einmal laufen‘, so der Mülheimer Coach, der bereits eine halbe Stunde zuvor mit der Clodovil-Tochter Rock My Soul ein Dreijährigenrennen gewann.
Trotz schlechtem Start schrammte die Stute unter William Mongil schnell an die Spitze, kam mit großem Vorteil in den Einlauf, doch dann kam die Favoritin Wildfährte Meter um Meter näher. Der Zielpfosten stand aber für die Ostmann-Stute genau richtig.
‚Ich hatte schon Mumm auf sie, aber der Rennverlauf war so eigentlich nicht geplant. Sie wird jetzt in vier Wochen das Schwarzgold-Rennen über 1600 Meter hier bestreiten‘, so Uwe Ostmann, dessen Schützling Pennyprince im Dreiährigenrennen über 1850 Meter als Favorit dagegen enttäuschte und nur Vierter wurde.
Hier setzte sich der von Mario Hofer trainierte und von dessen Tochter Steffi gerittene Quo Dubai gegen Falun und Martell durch (Video ansehen). ‚In Frankfurt hat er mir nicht gefallen, da war er schon früh geschlagen. Deshalb haben wir es heute mit Scheuklappen versucht, damit war er viel konzentrierter. ich habe unverändert eine gute Meinung von ihm‘, so der Krefelder Coach über den Sieger.
Im Stutenrennen über 1400 meter gab es in Hannover quasi einen ‚Heimsieg‘, denn die von Peter Schiergen trainierte Brümmerhoferin Addicted siegte in den Farben von Rennvereinspräsident Gregor Baum. Erst auf den letzten Metern fing sie die schon wie die Siegerin aussehende Foreia noch ab.
Das Dreijährigenrennen auf der Meile wurde durch Marion Roterings Lautenspielerin von einem am Platz trainierten Pferd gewonnen. Die Stute, die von Jiri Palik geritten wurde, hatte schon im Vorjahr gewonnen und war sogar auf Gruppe-Parkett angetreten.
In München gab es durch den Sholokhov-Sohn Atila Sher Danon den ersten Jahressieg für Trainer Waldemar Hickst. Unter Andreas Suborics setzte sich der Debütant in der 2000 Meter-Prüfung gegen den Auenqueller Flogano und Lady Alida durch.
Das zweite Dreijährigenrennen in Riem gewann mit der Stute Fantasia (Mirek Rulec/Daniele Porcu) ebenfalls ein Pferd, das zum ersten Mal am Start war. Die Monsun-Tochter schlug Pintor und Princess Lala (Video ansehen).











