Dreij?hrige: Mawingo ?berlegen, Le Peintre entt?uscht

Natürlich sind die Dreijährigenrennen an den ersten Grasbahnrenntagen einer jeden Saison ganz interessante Prüfungen, schließlich stellen sich hier die Stars von Morgen vor. So war es auch am Sonntag in Köln und München, wo einige hochinteressante Kandidaten am Start waren. Einen hervorragenden Eindruck machte dabei in Köln der Schlenderhaner Mawingo (Foto).

Der Tertullian-Sohn aus dem Quartier von Jens Hirschberger avancierte in der Prüfung über 2100 Meter zum ersten Schlenderhaner Sieger 2011 und auch zum ersten Deutschland-Sieger für seinen Jockey Adrie de Vries (Video ansehen).

Dieser hatte an zweiter Stelle ein optimales Rennen. 500 Meter vor dem Ziel ging er nach vorne und setzte sich auf einen Rush vor das Feld. Damit stand der 21:10-Favorit bereits weit vor der Linie als Sieger fest, vier Längen Vorsprung besaß er im Ziel.

Platz zwei ging an Navajo Storm, womit die ‚Volks-Zweierwette‘ perfekt war. Dritter wurde der stark debütierende Mamool-Sohn Appleby.

‚Er wird jetzt im Frankfurter Grupperennen laufen, hat sich über Winter schön weiterentwickelt. Ich hatte etwas Bedenken wegen des Bodens, aber damit hatte er keine Probleme‘, sagte Trainer Jens Hirschberger nach dem Rennen.

Im Sieglosenrennen für den Derbyjahrgang auf der Meile musste der unter Pari-Favorit Mi Senor aus dem Stall von Andreas Wöhler eine Niederlage hinnehmen, als die von Peter Schiergen für den Stall Weissenhof trainierte Dalakhani-Tochter Alkhana ihn am Ende sicher mit eineinhalb Längen Vorteil in die Schranken weisen konnte. Dritter wurde in dieser Prüfung der Außenseiter Tobey.

‚Ich habe schon Mumm auf sie, sie ist sogar eher eine Steherin, aber ein wirklich gutes Pferd‘, erklärte Andrasch Starke nach dem Rennen.

Eine Überraschung gab es in München-Riem, als im Meilenrennen für den Derbyjahrgang der bis auf 12:10 heruntergewettete Hofer-Schützling Le Peintre (Steffi Hofer) nur auf den sechsten Platz kam.

Der Zweite aus dem letztjährigen Ratibor-Rennen war zu keinem Zeitpunkt ein Siegkandidat, er war im Ziel auf wohl auch zu kurzer Distanz mit knappp zwölf Längen deutlich hinter der Siegerin.

Der Sieg ging hier an die von Christian von der Recke trainierte Kallisto-Tochter Annakrista (140:10), die bereits im Winter auf der Sandbahn das erste Dreijährigenrennen des Jahres gewonnen hatte.

Erst auf den letzten Metern konnte sich die Stute noch an dem Desert Prince-Sohn Nightdance Prince und Auenstürmer vorbeischieben.

Als klarer 16:10-Favorit war im Münchener Dreijährigenrennen für die Steher (2100 m) der Ammerländer Home Run ins Rennen gegangen. Schließlich hatte der Motivator-Sohn bereits auf der Sandbahn gewinnen können.

In der Zielgeraden sah auch früh alles nach einem sicheren Sieg des von Peter Schiergen trainierten Fuchses aus, als er an der Führenden Urkanie vorbeigegangen war.

Doch auf einmal wurde Home Run wieder kürzer und Jose Louis Silverio witterte auf Urkanie noch einmal seine Chance. Bis zur Linie entbrannte ein heißer Kampf. Filip Minarik musste auf Home Run schon alle Register ziehen, um ihn mit einem kurzen Kopf an der aus Frankreich importierten Stute vorbeizubringen. Dritter wurde deutlich zurück der Hickst-Schützling Neico.

Der Sieger besitzt noch eine Nennung für das Bavarian Classic und das Deutsche Derby.

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