Das war mit Sicherheit ein richtig gut besetztes Dreijährigenrenn, die 2100 Meter-Prüfung in der Bremer Vahr. Denn dort trat mit Kings messenger aus dem Stall von Andreas Wöhler der rechte Bruder von Kamsin an, dem Derbysieger von 2008. Und er traf in Form des Fährhofer Sabiango-Sohnes Codoor auf ein im Asterblüte-Stall nicht gering gehandeltes Pferd.
Und nachdem das Rennen lange im Zeichen der Ittlingerin Amare gestanden hatte, waren es dann auch genau diese beiden, die auf der Linie vorne waren. Fast die gesamte Gerade herunter hatten die beiden Seite an Seite gelegen. Auf der Linie war es dann auch höllisch eng und zwischen den beiden Streithähnen konnte auch die Zielfotografie keinen Unterschied feststellen.
Beide Pferde dürften vor einer guten Zukunft stehen und auch in Richtung Derby einige Beachtung verdienen, zumal Stehvermögen bei ihnen fast garantiert ist.
Alle Augen waren im ersten Rennen in Frankfurt natürlich auf Salve Aurora gerichtet, die Tochter der Klassestute Salve Regina. Die Stute aus dem Asterblüte-Stall von Peter Schiergen ging als 16:10-Favoritin in das über 2000 Meter führende Stutenrennen, doch gewinnen konnte sie bei ihrem Einstand nicht.
Die Ittlingerin Kaya Belle (Foto, Gaetan Masure) aus dem Stall von Torsten Mundry machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Im kleinen Viererfeld machte sie schon früh in der Geraden alles klar, kam auch durch den guten Schlussakkord von Salve Aurora nicht mehr in Gefahr. Diese sollte aber nach dem Eindruck des ersten Laufens auch bald gewinnen können.
Gute Stuten dürfte man auch eine halbe Stunde später gesehen haben, denn in der Meilenprüfung für die Vertreterinnen des schwachen Geschlechts startete mit Damanda ein Pferd, das zuletzt nur eineinhalb Längen hinter der 1.000 Guineas-Siegerin Kali gewesen war.
Die Pentire-Tochter aus dem Stall von Sarah Weis lief zwar erneut gut, kam aber nur auf den dritten Rang. Vor ihr blieben mit Inez und Shining Glory zwei offenbar veranlagte Debütantinnen.
Inez, eine Halbschwester des klassischen Siegers Irian, bewies dabei riesigen Speed und war ein weiterer Sieger für den Stall des an diesem Wochenende in so großer Form agierenden Waldemar Hickst.
Und der Kölner Trainer gewann gleich noch eine Prüfung für den Derbyjahrgang in Frankfurt, als sich der Königstiger Lavallo in der Prüfung über 2150 Meter ohne Mühe seiner Gegner entledigte und Wild Danger und Luando auf die Plätze verwies.
Letzter Dreijährigensieger in der Mainmetropole war der von Andreas Löwe trainierte World’s Danger, der sich unter Terry Hellier in der 1500 Meter-Prüfung gegen Tarragona und Assim behaupten konnte. Der Hengst war im Vorjahr bereits im Kronimus-Rennen gelaufen, dort aber ohne Chance gewesen.
In Mülheim gab es ein 1400 Meter-Rennen für den Derbyjahrgang. Hier setzte sich Dozent aus dem Stall von Peter Schiergen gegen Werner Baltromeis Wise Boy durch, der schon wie der Sieger ausgesehen hatte. Enormen Anteil am Sieg des Orpen-Sohnes hatte dabei Jockey Andrasch Starke, der eine fast verloren scheinende Partie noch zu seinen Gunsten drehen konnte. Das Münchener Sprint-Auktionsrennen ist nun das nächste Ziel des Siegers.
In der Prüfung über 2200 Meter gab es den nicht unerwarteten Sieg des Debütanten Lindentree. Der Hickst-Vertreter, ein Bruder des guten Lindner, kam unter Alexander Pietsch am Ende sicher gegen den Ammerländer Altair Star hin, beide hatten sich weit von den anderen Pferden abgesetzt. ‚Wir hatten schon etws Meinung auf ihn‘, so Trainer Waldemar Hickst nach dem Rennen.











