Drei deutsche Treffer und Einläufe in Straßburg

Am Samstagnachmittag gab es in Straßburg einmal mehr viele Starter aus deutschen Quartieren und diese kamen zu drei Erfolgen. Einheimische Galopper, die übrigens den deutschen Veranstaltern und deren Pfingstprogramm gut getan hätten. Aber das Geld ist sehr verlockend in den gut dotierten Rennen in unserem Nachbarland. Besonders in den leichteren Aufgaben in der französischen Provinz, die oftmals sogar einfacher sind als beispielsweise die schweren Maidenrennen für den Derbyjahrgang, die auf den deutschen Rennbahnen stattfinden.

Am Samstag kamen die Quartiere von Waldemar Hickst, Jean-Pierre Carvalho und Miroslav Rulec in den Genuss der fetten Siegbörse auf relativ bescheidenen Niveau. Sportlich wichtigster war der Treffer der dreijährigen Myth aus dem Stall von Waldemar Hickst. Die Soldier of Fortune-Tochter, eine Halbschwester zu Gestüt Ittlingens Prix Allez France (Gr.III)-Siegerin Daksha, gewann eine Dreijährigen-Prüfung über 2300 Meter. In der mit 22.000 Euro dotierten Course F-Aufgabe – vergleichbare Rennen hierzulande sind zwischen 5.100 Euro und 8.750 Euro ausgestattet – kamen nur fünf Pferde an den Ablauf, davon vier aus deutschen Quartieren.

Der französische Teilnehmer Black Bombay drückte der Prüfung lange den Stempel auf, aber zum Schluss musste er sogar alle deutschen Starter vorbeilassen. Die siegreiche Myth hatte im Einlauf mit Marc Lerner lange wenig Möglichkeiten sich zu entfalten, konnte dann aber doch sehr leicht an der in der Geraden in Führung gegangenen Schlenderhaner 31:10-Favoritin The Dancing Fairy (Eddy Hardouin) aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho vorbeiziehen. Kurz vor der Linie angelte sich Christian von der Reckes Larox (Alex Pietsch) den dritten Platz vor Waldmar Hickst‘ zweiter Starterin Gysoave (Filip Minarik), die unterwegs noch viel Unreife zeigte. Myth zahlte 48:10 auf Sieg, deutsche Zweier- und Dreierwette zahlten 157:10 respektive 487:10.

Im mit 18.000 dotierten Course E für Vierjährige und Ältere über 2350 Meter gewann Miroslav Rulecs fünfjährige Laetitia Moon (Antoine Coutier) gegen Wolfgang Gülchers Persevere (Mickael Berto) und den Franzosen Durano, der Dritter wurde. 42:10 gab es für den Sieg der Favoritin und 799:10 zahlte dieser deutsche Einlauf. Von elf Startern kamen übrigen neun aus hiesigen Rennställen.

In einer Verkaufsprüfung (14.000 Euro) für Dreijährige über 2100 Meter gab es dann bei sechs deutschen Startern von zehn Teilnehmern nochmal eine deutsche Zweierwette. Jean-Pierre Carvalhos Barely Legal gewann mit Rene Piechulek völlig überlegen mit 12 Längen gegen Mario Hofers Diamantfee (Steffi Hofer). 79:10 zahlte der Treffer des Carvalho-Schützlings und lohnende 693:10 gab’s für die Zweierwette.

Darius Racings zweifacher Saisonsieger Jarahi, der im Krefelder Busch-Memorial geblutet hatte und nur Siebter wurde, landete als 31:10 Favorit des Reclaimers nur im geschlagenen Feld. Er wurde nach dem Rennen für 16.500 Euro nach Tschechien verkauft.

 

 

 

 

 

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