Man mochte am Montagmorgen kaum glauben, dass in Köln Rennen stattfinden würden. Nach heftigen Schneefällen schien der Saisonauftakt in der Domstadt in Gefahr. Doch vor Rennbeginn taute der Schnee. Ausgerechnet vor dem Hauptereignis meldete sich der Winter erneut zu Wort.
Das Behr-Memorial (Ausgleich II, 8500 Euro, 1400 m) verlief ungemein spannend. Mit letztem Einsatz raufte sich der Frontrenner Omkareshwar (Pascal Jonathan Werning/Uwe Ostmann) mit einer Nase Vorteil gegen den Favoriten Abbadjinn nach Hause. Der Ittlinger Antonym war als Dritter ebenfalls nicht weit weg. Nach langem Aufenthalt an der Startstelle war Contat verwiesen worden.
Wenn ein Bruder der beiden Derbysieger Borgia und Boreal antritt, ist natürlich besondere Aufmerksamkeit angesagt. trotz des schwachen Debuts (noch unter Regie von Andre Fabre) galt der immerhin schon vierjährige Ammerländer Blizzard Blaze im ersten Rennen der Kölner Saison als 18:10-Favorit.
Und Start-Ziel dominierte der Java Gold-Sohn aus dem Stall von Peter Schiergen unter Andrasch Starke souverän das Geschehen. ‚Die Trainingsleistungen waren noch gar nicht so gut. Ich hatte nicht mit einem Erfolg gerechnet‘, berichtete Schiergen, der mit Kowstin auch die Zweitplatzierte stellte.
In seiner früheren Heimat Frankreich hatte sich Blushing King (Foto) gegen solche Cracks wie Getaway versucht. Beim ersten Versuch für Trainerin Erika Mäder lieferte der Sechsjährige im stark besetzten Altersgewichtsrennen einen glänzenden Deutschland-Einstand ab.
Mit gewaltigem Speed rauschte die 53:10-Chance an der Außenseite locker davon, verwies Donna Gina und Albarello auf die Plätze, während die Favoritin Foreign Music nur als Vierte einkam. Jockey Lennart Hammer-Hansen gelang damit der erste Erfolg seit seiner Rückkehr.
Alle Zweifel wegen des Bodens zertreute Stall Schwindelfreis El Dancer (43:10/Eduardo Pedroza) aus dem Formstall von Andreas Wöhler im Ausgleich III, der vorneweg nie etwas anbrennen ließ.
Überraschend endete die Wettchance des Tages, in der Crazy Bold (Andreas Suborics) hauchdünn gegen die Außenseiterin Siberienne sowie Go Directa und Giant Gino gewann.
Kurios: Die Zweierwette zahlte mit 17.358:10 deutlich mehr als die Dreierwettem während die Viererwette nicht getroffen wurde und nun an einem der nächsten Renntage über 13.000 Euro in einen Jackpot fließen. Der Umsatz war mit 182.190 Euro nicht berauschend.











