Bei der Samstag-Veranstaltung in Rosehill/Sydney siegte mit dem Ex-Fährhofer Hathras ein weiteres nach Australien gewechseltes deutsches Pferd in seiner neuen Heimat. Hierzulande war der Dansili-Sohn dreijährig im Sommer zunächst zweimal Zweiter geworden, bevor er Ende Juli in Krefeld gegen Traumprinz die Maidenschaft ablegen konnte.
Das war dann auch schon der letzte Deutschland-Auftritt des großrahmigen Braunen, den sich wie schon mehrere deutsche Pferde zuvor die Besitzergemeinschaft Australian Bloodstock sicherte. Unter deren Aquisitionen befinden neben dem zurückgetretenen Lucas Cranach beispielsweise auch Mawingo.
So wie in Australien nicht unüblich, wurde Hathras nach einer Pause zunächst auf viel kürzerer Strecke als gewöhnlich eingesetzt. 1.500 Meter waren am 9. Februar in Newcastle sicher nicht die Spezialität von Hathras, der bei seinem Sieg in Krefeld 2.350 Meter bewältigt hatte.
Bereits als Favorit wurde der neue Schützling von Trainer Kris Lees immerhin Dritter, weshalb er am Samstag in Rosehill erneut das Vertrauen der Wetter erhalten hatte. Auf schwerem Boden und über 1.800 Meter rechtfertigte er das eindrucksvoll und bezwang für 26:10 Thebigiam mit fast vier Längen Vorsprung, hinter dem weitere Lücken klafften.
Trainer und Jockey waren anschließend voll des Lobes, Letzterer gab zu Protokoll: „Hathras ist immer noch nicht ausgereift, das Rennen wird ihn weiter fördern. Auf festerem Boden dürfte er noch besser und insgesamt noch stark steigerungsfähig sein.“
Trainer Lees hat ihn am 6. April im The BMW genannt, einem Gruppe I-Rennen über 2.400 Meter, dass 2012 der Ex-Franzose Manighar gegen den Melbourne Cup-Sieger von 2010 Americain gewann. Er relativierte aber: „Wir wollen es mit ihm nicht übertreiben und werden genau überlegen, wo seine Kampagne letztlich weitergehen soll.“
Gut zwei Stunden später in Flemington/Melbouren hatten die Gruppe I Australian Guineas ihre große Attraktion verloren, als der heiße Favorit All Too Hard zum Nichtstarter erklärt wurde. Davon profitierte sicher auch der 155:10-Außenseiter Ferlax, der aus der Verkaufsklasse kommend jetzt sogar auf höchstem Level ungeschlagen blieb. Das Rennen war wie der Hathras-Sieg live bei RaceBets.com im Angebot.
Der Sieger stammt vom Deckhengst Pentire, der einige Jahre in Isarland wirkte, ohne hierzulande größere Spuren zu hinterlassen. Warum All Too Hard dem fest geplanten Engagement nach einer ziemlich kurzen Pause seit seinem dritten Gruppe I-Triumph am vorletzten Samstag fernblieb, ist noch nicht bekannt.












