„Galopper des Jahres 2005′, aber auch dreifacher Gruppe I-Sieger ist Soldier Hollow, der von Anfang an von Peter Schiergen trainiert wurde. 2006 eroberte er mit dem Triumph im Prix Dollar auch die Pariser Paradebahn in Longchamp. Zuletzt im Premio Presidente auf höchster Ebene und auf seinem Lieblingskurs in Rom sah der Siebenjährige schon wie der Sieger aus, ehe er doch mit dem dritten Rang vorlieb nehmen musste.
Doch am Sonntag macht es ihm sein Team vergleichsweise leicht, schickt den Hengst in den Großen Preis der Wirtschaft, ein mit 50.000 Euro dotiertes Gruppe III-Rennen über 1750 Meter nach Dortmund, kehrt damit nach mehreren Auslandsstarts in die Heimat zurück.
Natürlich wird Soldier Hollow in diesem Sommer-Grand Prix die große Zugnummer und Publikumsattraktion sein, auch wenn er Höchstgewicht trägt und den Dreijährigen sage und schreibe acht Kilo vorgeben muss. Zweifellos hat seine Teilnahme ein wenig abschreckend auf die Konkurrenz gewirkt, zumal nur sechs Tage später ein ähnliches Rennen in Hamburg über die Bühne gehen wird.
Ganze vier Kandidaten wagen die Konfrontation mit dem Star-Galopper, der sich bei einer Gewinnsumme von aktuell 951.246 Euro unaufhaltsam der Millionengrenze nähert. Doch mit dem zwei Jahre jüngeren Banknote kehrt immerhin ein Pferd der Queen nach Deutschland zurück, das bereits in Iffezheim den ersten Treffer auf dieser Ebene eingefahren hat. In der Badener Meile bekam der Schützling von Andrew Balding alles bestens eingeteilt. Erneut wird sich Francis Norton auf den Zafonic-Sohn schwingen.
Nur Letzter wurde an der Oos Willingly (nun mit Adrie de Vries), den das Dortmunder Publikum bestens kennt. Bereits viermal nahm der Schützling von Michael Trybuhl an dieser Prüfung teil, in den vergangenen beiden Jahren erreichte er zwei Platzierungen.
Die beiden Vertreter des Derby-Jahrgangs, die hier zumeist sehr gut abgeschnitten haben (vor einem Jahr trumpfte Lord of England groß auf), machen den besonderen Reiz des Rennens aus. Der von Uwe Ostmann trainierte Forthe Millionkiss (Jean-Pierre Carvalho) versuchte sich 2007 mit sehr ordentlichem Erfolg ausschließlich in Frankreich.
Den größeren Sprung muss der Auenqueller Oriental Hero (Norman Richter) bewältigen, der in dieser Saison noch ungeschlagen ist, aber aus dem Ausgleich III kommt.
Neun Prüfungen umfasst die Karte in Dortmund, darunter auch eine „Wettchance des Tages“ mit einer Garantie-Auszahlung in Höhe von 10.000 Euro. Mangels Alternativen an großen Starterfeldern handelt es sich diesmal um eine Prüfung für sieglose Dreijährige.










