Doppelsieg: Mister Minister im Stall-Duell vor Hidalgo

Riesenerfolg für den Weilerswister Stall von Christian von der Recke. Der angehende Trainerchampion stellte nämlich mit Mister Minister und Hidalgo die beiden Erstplatzierten im Münchener Auktionsrennen, das an Charly Seiffert und damit an den vielfachen Riemer Trainerchampion erinnert.

Lange sah es so aus, als könne Hidalgo von der Spitze aus hinkommen, doch auf den letzten Metern verfügte Mister Minister über die größeren Reserven und landete bei seinem vierten Start bereits seinen zweiten Treffer.

Nachwuchsreiter Rene Piechulek durfte sich beim seinem 38. Erfolg der erst im Mai begonnenen Laufbahn über den bislang größten Triumph freuen, musste allerdings erst eine Überprüfung des Rennverlaufs durch die Rennleitung abwarten, ehe er zur Siegerehrung gehen konnte.

Grund: Im Endkampf war Mister Minister hin zu Hidalgo tendiert. „Beide arbeiten zusammen, wobei Mister Minister auch immer zu seinem Gegner hin läuft“, erklärte der Nachwuchsreiter später.

Als Lohn für das Klassefinish erhielt er einen kräftigen Klaps auf den Rücken durch seinen Kollegen Alex Pietsch, der sich trotz der knappen Niederlage mit Hidalgo für seinen jungen Kollegen freute und seine Anerkennung zum Ausdruck brachte.

Trainer Christian von der Recke verfolgte das Geschehen am Telefon in England, denn er bot drei Pferde bei der Auktion in Newmarket auf. Vertreten wurde er von Stephanie Nigge, Tochter des in Frankreich tätigen Trainers, die einen Traumeinstand als Trainerassistentin an Reckes Stall erlebte. Für das Weilerswister Trio ging es anschließend per Flugzeug nach Dortmund, wo die Sandbahnrennen anstanden.

„Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Von Mister Minister, der nur 9000 Euro kostete, hatte ich ein gutes Laufen erwartet, da er in Iffezheim keinen guten Rennverlauf hatte. Bei Hidalgo hat es nach dem Sieg in Belgien Klick gemacht, so dass er jetzt weiß, was Sache ist“, erklärte Recke.

Mister Minister gehört dem Stall Blau-Weiß der Familie Rettstadt aus Osterode, der seit dem Wechsel nach Weilerswist schon zahlreiche große Erfolge erzielte. Die Plätze drei und vier gingen an Lone Star und den Favoriten Aiakos, der nach Aussage von Andrasch Starke lange gut ging, dann aber nicht entscheidend weiter kam.

Das einleitende Rennen für die Zweijährigen ging durch Elegant Beauty in den Frankfurter Stall von Wilfried Kujath. Unter Jiri Palik gewann die vom Gestüt Etzean und Heike Leisterer gezogene Stute, die auch als Besitzer zeichnen, nach einer guten Schlussleistung mit einer halben Länge Vorsprung vor Agent Almeida und dem Tschechen Cabernet, der lange für eine Überraschung sorgen zu können schien. Die Stute war bei ihren beiden vorangegangen Starts jeweils Dritte geworden, war also als Formpferd angetreten.

Als ausgezeichneter Ankauf hat sich der erst am 2. Oktober erworbene Well Kinetic erwiesen, der auch seinen zweiten Erfolg für die neuen Interessen siegreich bestritt, wobei wieder Susi Wlodkowski im Sattel saß. Als Trainer fungiert Hermann-Josef Koll, der zum Jahresende seine Karriere abschließt. Die Außenseiter Sonnenzeit und Gospodarz auf den Plätzen zwei und drei sorgten dafür, dass die Dreierwette nicht getroffen wurde.

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