Der Abend des Dubai World Cup begann für die Godolphin-Operation von Sheikh Mohammed (Foto) richtig gut. Erst konnte der Fünfjährige Skysurfers seiner Favoritenrolle in der Godolphin Mile gerecht werden (Video ansehen), und dann bezwang die UAE Oaks-Siegerin Khawlah im UAE Derby in einem dramatischen Finish den O’Brien-Schützling Master of Hounds.
Die Stute aus dem Stall von Saeed Bin Suroor war nicht der Ritt von Frankie Dettori, da er das geforderte Gewicht von 52,5 Kilo nicht bringen konnte. Er ritt deshalb den Südamerika-Import Xin Xu Lin. Mit diesem übernahm Dettori dann aus äußerer Box auch bald die Spitze (Video ansehen).
Im Einlauf wurde er jedoch bald von Master of Hounds (Ryan Moore)abgelöst. Der Schützling von Aidan O’Brien hatte dann alles für sich, sah sich aber der Attacke der 50:10-Chance Khawlah (Mickael Barzalona) ausgesetzt. Noch 50 Meter vor dem Ziel war Master of Hounds vorne, doch genau auf der Linie hatte es die Stute mit einer Nase geschafft und in dem mit zwei Millionen Dollar dotierten 1900 Meter-Rennen den Sieg errungen.
Dabei hatte sie unterwegs einen kleinen Schwächemoment zu überstehen, doch dann packte die Cape Cross-Tochter noch einmal richtig an.
Platz drei ging an die De Kock-Stute Mahbooba (Christophe Soumillon), die bereits in den Oaks von Khawlah geschlagen wurde. Vierter wurde Sheikh Hamdan Al Maktoums Zanzamar vor Xin Xu Lin.
‚Sie ist ein gutes Pferd, bekommt jetzt eine Pause und geht dann in die Oaks. Die dort geforderte Distanz kommt ihr entgegen‘, so Godolphins Racing Manager Simon Crisford nach dem Rennen. Die englischen Buchmacher kürzten die Quote der Siegerin für die Epsom Oaks auf 130:10.
In der Godolphin Mile (Gr.II, 1.000.000 Dollar) gab es ebenfalls ein Finish zwischen zwei Pferden. Doch hier war es am Ende nicht ganz so knapp, als sich Skysurfers mit Frankie Dettori im Sattel mit einer halben Länge gegen den im Besitz von Hamdan Al Maktoum stehenden Mufarrh durchsetzte. 50:10 zahlte der Sieger.
Bis auf dreieinviertel Länge hatten sich die beiden Erstplatzierten vom Mitfavoriten Red Jazz abgesetzt. Die beiden auch in Deutschland bekannten Premio Loco und Hearts of Fire belegten die Plätze vier, bzw. neun.
Für Siegtrainer Saeed Bin Suroor war es der achte Erfolg in der Godolphin Mile, für Dettori Sieg Nr. 6. ‚Die äußere Startbox war ein Problem, aber er mag die Bahn in Meydan und Tapeta einfach. Er wird jetzt nach Europa gehen, aber einen genauen Plan haben wir mit ihm noch nicht´‘, so Bin Suroor nach dem Rennen.
Das Dubai Kahayla Classic, das Gruppe I-Rennen für die Araber über 2000 Meter auf Tapeta, das mit 250.000 Dollar dotiert war, ging an den von Philippe Barbe trainierten Seraphin du Paon (70:10).
Der fünfjährige Akbar-Sohn flog auf den letzten Metern unter Olivier Peslier noch leicht an den beiden Favoriten Nieshan und No Risk Al Maury vorbei und gewann mit einer Länge Vorsprung.
Sein Besitzer, Sheikh Khalifa bin Zayed Al Nahyan, hatte das Rennen bereits vor zwei Jahren mit Fryvolous gewonnen, der diesmal Fünfter wurde. Adrie de Vries, der das Rennen im Vorjahr gewonnen hatte, belegte mit dem Außenseiter Periander den elften Platz.










