Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen hat am Dienstag in seiner Mitgliedsversammlung den 50 Jahre alten Engelbert Halm als künftiges Geschäftsführendes Vorstandsmitglied vorgestellt. Eine Findungskommission hatte Halm aus 45 Bewerbungen für den Managerposten beim in Köln beheimateten Dachverband des Rennsports ausgewählt.
Halm soll ab dem 1. Januar 2007 „mit der Umsetzung des umfangreichen Katalogs an erforderlichen Maßnahmen beginnen, um Galopprennen ab 1. Januar 2008 in einer völlig neuen Konstruktion und mit starker Zentralisierung zu veranstalten”, so die offizielle Verlautbarung des Direktoriums.
Gemeint ist damit die zu Beginn des Jahres 2008 in Kraft tretende Strukturreform, die von der Mitgliederversammlung einstimmig in Auftrag gegeben wurde. „Es ist ein Grundsatzbeschluss zur Umsetzung eines Konzeptes zur konsequenten Neuausrichtung der rennsportlichen Organisation”, so das Direktorium weiter.
„Dieses in eineinhalbjähriger umfangreicher Arbeit unter kompetenter Beratung erstellte Konzept zur Professionalisierung, effektiveren Vermarktung und Zentralisierung der Rennveranstaltungen bezweckt in allererster Linie die finanzielle Gesundung von Galopprennsport und Vollblutpferdezucht. Sie ermöglicht eine sichere Zukunft des traditionsreichen Sports in Deutschland.
Neben Engelbert Halm, ein „aus dem Gebiet Vertrieb erfahrener Manager aus der Industrie”, so das Direktorium, gibt es eine weitere Personalie zu vermelden. Ab Mai des kommenden Jahres wird Iris Albrecht für das Direktorium tätig sein.
„Sie ist in den Feldern Eventmarketing und Finanzmarketing versiert und ist zudem seit Jahren dem Galopprennsport verbunden”, heißt es offiziell, „zu den Aufgabenschwerpunkten der bis dahin gestrafften und gestärkten Organisation werden besonders die zentrale Vermarktung der Bild- und Datenrechte an den Rennen, die zentrale Veranstaltung von Galopprennen, die Akquisition von bundesweiten Sponsoringengagements und professionellere, profitablere Wettvermarktung gehören.”
Kein Thema mehr war der Ausschluss der aktiven Rennvereine Halle, Leipzig und Magdeburg aus dem Direktorium. Dabei stand dieses mehrfach auf der Tagesordnung, da diese Vereine die Satzungen des Verbandes zuletzt nicht erfüllt haben. Der nicht mehr aktive Union-Klub ist dagegen nicht mehr Mitglied des Direktoriums.











